75 Jahre Novemberpogrome: Die Mitschuld der Kirche


Brennende Synagoge 1938 (Bild: Jewish Virtual Library, Public Domain)
Brennende Synagoge 1938 (Bild: Jewish Virtual Library, Public Domain)

Die katholische Kirche müsse sich ihrer „judenfeindlichen Schuldgeschichte“ bewusst sein, so Markus Himmelbauer vom Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit, angesichts des 75. Jahrestags der Novemberpogrome.

ORF Religion

Heute oft immer noch mit dem Nazi-Ausdruck „Reichskristallnacht“ bezeichnet, bedeuteten die Novemberpogrome für viele Historiker den Beginn der Schoa, der gezielten Auslöschung der jüdischen Bevölkerung. In Österreich wurden in der Nacht auf den 10. November 1938 30 Juden getötet, 7.800 verhaftet und aus Wien rund 4.000 sofort ins Konzentrationslager Dachau deportiert. Im gesamten „Deutschen Reich“ wurden tausende Synagogen und Geschäfte niedergebrannt, 91 Personen getötet, 20.000 verhaftet.

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2 Comments

  1. @UweLehnert
    Man sollte sicher 2 Dinge unterscheiden, die in dem hpd Artikel nicht gemacht werden. Dort wird der Antisemitismus der Bibetexte mit der Pilatus-Aussage hervorgehoben. Das stimmt literarisch, weil Generationen von geistig Unterbelichteten das immer wieder eingepaukt wurde.

    Historisch ist das Quatsch. Pilatus regierte ebenso im Palast in Caesarea wie der hebräisch König Agrippa I, der in der Bibel nicht einmal existiert. In den späten Apostelgeschichten wird diese Regierung sogar bestätigt.

    In Jerusalem gab es keine Prokurator Regierung der Römer, keine Legionäre, keinen König. Der „Herodes“ Tempel war noch im Bau. Man hätte den verhafteten Lattenjupp in 4 Tagen Fußmarsch nach Caesarea schleifen müssen und später zu seiner Kreuzigung wieder zurück. Folglich ist die ganze Geschichte das übliche schaurige Märchen

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  2. Der Artikel von orf.at »Die Mitschuld der Kirche« muss insofern korrigiert werden, als darauf zu verweisen ist, dass die Wurzel des Antijudaismus und damit des Antisemitismus allein in der christlichen Lehre zu suchen ist. Im Neuen Testament finden sich genau jene Äußerungen, mit denen über die Jahrhunderte der Zorn der Christenheit gegen die »Gottesmörder« begründet wurde.

    Nachzulesen ist das in einem Beitrag, den der Humanistische Pressedienst am 13. Juni 2012 veröffentlicht hat. Hier der Link: http://hpd.de/node/13538

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