Sekten bei Maischberger: Die Furcht vor Dämonen


Foto: WDR/ARD/Marco Grob
„Tür an Tür und doch in ihrer eigenen Welt“, so eröffnete Sandra Maischberger ihre Talkrunde über Sekten. Anlass war der Fall der christlichen Sekte „12 Stämme“, der die Amtsgerichte Ansbach und Nördlingen das Sorgerecht für rund 30 Kinder entzogen hatte.

Von Hanno von Terbuykenevangelisch.de

Das ehemalige „12 Stämme“-Mitglied Frank Büchner fasste schon zu Beginn der Sendung gut zusammen, wo das Problem mit solchen Sekten liegt: Sie leben buchstäblich in einer eigenen Welt. Auch die Menschen in den „12 Stämmen“ wollen nur das Beste für ihre Kinder – aber die Meinung darüber, was das Beste ist, das sieht jeder anders. Die 12 Stämme leben nach strengen Regeln einer urchristlichen Gemeinschaft, mit einer wörtlichen Bibelinterpretation, die vieles rechtfertigen kann, was bei anderen Christen heute nicht mehr gilt.

Den weltlichen Dingen außerhalb der Gemeinschaft treten diese Menschen, so erzählt es Frank Büchner, mit großer Skepsis gegenüber, zum Beispiel bei Krankheiten: „Die Frage ist immer: Wo ist die Sünde?“ Krankheiten als Strafe Gottes zu begreifen, die nur Gott wieder nehmen kann – so glauben die meisten Christen heute nicht mehr, weil sie wissen, dass die moderne Medizin tatsächlich helfen kann. Vielen hilft dennoch der Glaube und das Gebet, das sie an Gott richten, auch in diesen Situationen. Aber kaum einer verlässt sich allein auf Gottes Hilfe, wenn er krank ist.

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