Pfarrerin vergleicht evangelische Landeskirche mit DDR-System


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Die Pfarrerin Astrid Eichler hat sich im Streit von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) getrennt. In einem offenen Brief vermutet sie ihre „evangelikale Prägung“ als eine der Ursachen. Die Darstellung der Kirche sieht anders aus.

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Eichler, die auch dem Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz angehört, war nach ihrer Ordination 1988 16 Jahre lang als Gemeindepfarrerin in Prignitz in Brandenburg tätig. Anschließend arbeitete sie mit kirchlichem Auftrag als Seelsorgerin in Berliner Gefängnissen und baute gemeinsam mit Ehrenamtlichen einen missionarischen Dienst für die Häftlinge auf. Im Januar 2011 ließ sie sich beurlauben, um sich vollzeitlich ihrer Arbeit im Verein „Es muss was Anderes geben“, einer christlichen Single-Arbeit, widmen zu können.

Über Eichlers Entlassung aus der EKBO, die Ende Dezember wirksam wird, gehen die Angaben von Pfarrerin und Kirche auseinander. Fest steht, dass Eichler die Entlassung selbst beantragt hat. Am 4. November veröffentlichte sie einen offenen Brief an die Mitglieder der Kirchenleitung, in dem sie von großen Kommunikationsschwierigkeiten mit der Kirchenleitung berichtet. Diese habe ihr im Februar 2012 in einem Brief mitgeteilt, dass es eine „grundlegende theologische Differenz“ zwischen den beauftragten Seelsorgern und Eichler gebe. Diverse Rückfragen, worin diese Unterschiede bestünden, seien ohne Antwort geblieben, so Eichler. Ihre Bitten um ein klärendes Gespräch seien vergeblich gewesen.

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