Katholische Schwierigkeiten mit der Wahrheit


Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Dürfen Katholiken anderer Meinung sein als ihre Kirchenführung? Und was ist mit der Gehorsamspflicht? 

Von Evelyn FingerDIE ZEIT

Die besten Sätze konnten wir nicht zitieren. Die besten Sätze namhafter katholischer Theologen, die in den hitzigen Kirchendebatten der letzten drei Jahre Wegweisendes zu sagen hatten, zum Beispiel über das Verhältnis von christlicher Wahrheit und bürgerlicher Freiheit, mussten wir in dieser Zeitung oft anonymisieren. Sie namentlich auszuweisen hätte bedeutet, Lehrstühle und vielleicht sogar Lehrbefugnisse zu riskieren. Die Theologen wollten lieber nicht genannt werden, aus Angst vor Sanktionen. Dabei ging es nicht etwa um radikalreformerische, abweichlerische Thesen. Es ging bloß um abweichende Meinungen. Aber die Freiheit der Katholiken ist offenbar noch immer sehr begrenzt.

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1 Comment

  1. Was für eine überflüssige Frage. Im Vatikan hat der demente Popanz im babylonischen Affenkostüm des obersten Baal-Priesters bindend für alle gläubigen Einfaltspinsel entschieden

    „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der hat einen persönlichen Defekt, eine mangelhafte persönliche Heiligung, ein ungenügend gebildetes Gewissen, eine sündige Verfasstheit, eine auf Vorurteilen beruhenden Geist der Kritik und huldigt der Untreue gegen den Heiligen Geist.“ Eine Diskusion mit derart verbohrten Faschisten ist sinnlos. Wissen jenseits der Heiligen Inquisition ist verboten, es darf weder selber gedacht noch hinterfragt werden. Gläubige haben keinen freien Willen, der Kriegsdienst ist per Dogma unverzichtbar um Gottes ewige Gnade zu erlangen. Kritische Denker werden von der ewigen Glut der Hölle gepeinigt, besonders wenn sie sich dabei auf die Menschenrechte berufen.

    Die Begründung für den intellektuellen Mumpitz liegt in den ewig wahren unantastbaren Dogmen der RKK
    No.85: Wer nicht die ganze kirchliche Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene, der sei ausgeschlossen.

    No.93: Niemand soll es wagen, … die Heilige Schrift im Vertrauen auf eigene Klugheit nach seinem eigenen Sinn zu drehen, gegen den Sinn, den die heilige Mutter, die Kirche, hielt und hält – ihr steht das Urteil über den wahren Sinn und die Erklärung der heiligen Schriften zu.

    No.434: Wir bestimmen, dass der Heilige Apostolische Stuhl und der römische Bischof den Vorrang über den ganzen Erdkreis innehat …

    No.373: Darum können jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollen

    Wer also erwartet oder fordert, die RKK müsse ihre Glaubensinhalte irgend einer modernen Entwicklung anpassen, der sollte dringen einen Psychiater aufsuchen

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