Wie Moslems für eine Kunstzensur instrumentalisiert werden


Bild: tagesspiegel.de
Was man als eine Posse aus der Ostberliner Provinz interpretieren könnte, ist in Wirklichkeit Futter für rechte Moslemhasser

Von Peter NowakTELEPOLIS

Die Berliner Künstlerin Susanne Schüffel ist in den letzten Tagen gegen ihren Willen in islamkritischen Foren als Beispiel für eine Einschränkung der Kunstfreiheit im Interesse von Moslems angeführt worden. Unter den Titel „Fantasievolle & farbreiche Malerei und Zeichnungen“ sollte ein Teil ihrer Arbeiten in einer Volkshochschule ausgestellt werden.

Nach dem Onlinekatalog der Künstlerin zu urteilen, hätten die Arbeiten geboten, was der Titel verspricht: Gefällige Gebrauchskunst ohne kritische Implikationen. Was aber den Stellvertretenden Leiter der Volkshochschule veranlasst hat, Schüffel aufzufordern, einen Teil ihrer Akte nicht zu zeigen, und das damit zu begründen, dass sich Moslems beim Betrachten der Bilder unangenehm berührt zeigen könnten, muss ein Geheimnis bleiben. Sollte ein antirassistisches Motiv hinter der Entscheidung stehen, ist es gründlich misslungen.

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1 Comment

  1. …dann scheint das wohl an der „Berliner Luft“ zu liegen oder an einem speziellen preussischen „Gen für voreilenden Gehorsam“…? 😉

    Neufels‘ Berliner Inszenierung von Mozart’s Oper „Idomeneo“ lässt grüssen…? 😉

    http://www.isioma.net/sds060922.html

    Ein Blick in’s Grundgesetz Paragraf 5 (3) hilft bei Lehre und Kunst oft weiter… 😉 😉

    „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.“

    Ob die Volkshochule Marzahn sich davon nicht angesprochen fühlt? 😉

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