„Mission Freedom“, Gaby Wentland und ein Sektenvorwurf


Foto: www.gaby-wentland.de
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Die Tageszeitung taz hat in einem Artikel die Menschenrechtsorganisation „Mission Freedom“ als Sekte bezeichnet. Die Pastorin und Vorsitzende des Vereins, Gaby Wentland, soll nächstes Jahr den „Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen“ erhalten. Der Zeitungsverleger-Verband verteidigt seine Entscheidung.

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Der taz-Artikel „Dubiose Hilfsorganisation: Vom Strich in die Christensekte“ kritisiert den Verein „Mission Freedom“ mit deutlichen Worten. Im Text wird Pastor Jörg Pegelow, Sektenexperte der Nordelbischen Kirche, zitiert: „Es scheint mir eine eher fundamentalistische Form christlichen Glaubens zu sein, die auch starkes missionarisches Interesse hat.“ Der Verein hätte zudem Opfer von Menschenhandel öffentlich geoutet, die Frauen dürften nur christliche Musik hören und bekämen ihr Handy abgenommen, heißt es weiter im Text. Die Autorin des Artikels, Hanna Klimpe, fragt: „Wie kann es sein, dass ein Verein wie ‚Mission Freedom‘ von einer Jury aus Chefredakteuren einen Preis für ‚herausragendes bürgerliches Engagement‘ verliehen bekommt?“

Die Hamburger Pastorin Gaby Wentland soll im kommenden Februar mit dem „Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen“ geehrt werden. Sie bekomme die Auszeichnung für ihre Menschenrechtsorganisation „Mission Freedom“, deren Ziel es ist, Frauen aus Zwangsprostitution zu befreien.

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