Robert Betz: „Glücks-Coach“ oder Scharlatan?


Bild: svz.de
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Bei der Beratungs- und Informationsstelle Sekten-Info NRW melden sich seit etwa drei Jahren immer mehr Menschen, die mit Robert Betz schlechte Erfahrungen gemacht haben. Wie Leiterin Sabine Riede im Gespräch mit NDR.de berichtet, machten die Betz-Fälle 2013 rund ein Viertel aller esoterischen Beratungen aus. Im kommenden Jahr werde Sekten-Info NRW daher die fachliche Einschätzung einer Diplom-Psychologin zu Robert Betz veröffentlichen.

NDR – Kristina Festring-Hashem Zadeh Bericht 1, Bericht 2

Warum halten Sie Robert Betz für gefährlich?

Sabine Riede: Auf der einen Seite ist er Diplom-Psychologe und Buchautor, auf der anderen Seite will er mit Botschaften aus der geistigen Welt eine neue Form der Psychotherapie entwickelt haben: die Transformationstherapie. Das Problematische ist, dass Betz den Boden der wissenschaftlich anerkannten Therapieform verlässt. Er sagt, dass Krankheiten durch die eigene Psyche verursacht würden – und durch Arbeit an der Psyche geheilt werden können. Genau das kann gefährlich werden, da es Krankheiten gibt, bei denen Betroffene dringend ärztliche Hilfe benötigen.

Wenn Menschen meinen, sie könnten Krebs selbst behandeln, dann ist das hochgefährlich – weil es in der Regel tödlich endet. Gerade bei schweren Erkrankungen ist es sehr wichtig, frühzeitig den Arzt aufzusuchen. Davon abgesehen können Menschen, bei denen Betz‘ Methode nicht funktioniert, Schuldgefühle entwickeln, die wiederum Depressionen nach sich ziehen können.

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