Bischöfin Junkermann: Flüchtlingspolitik Europas ist „ein Skandal“


Ilse Junkermann, Bild: altkatholisch.wordpress.com
Die mitteldeutsche Landesbischöfin Ilse Junkermann hat die Flüchtlingspolitik in Europa scharf kritisiert. Es sei für sie ein Skandal, dass die europäischen Länder für Menschen in Not aus den Entwicklungsländern kaum zu durchdringende Mauern aufrichten, sagte die Bischöfin am Donnerstag in ihrem Bericht auf der Herbsttagung der Landessynode in Erfurt.

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Gleichzeitig würden die Grenzen „für den Handel und das, was wir wollen und brauchen“ durchlässig gemacht. Es sei „ein Skandal, das wir wesentlich dazu beitragen“, fügte sie hinzu.

Den Wegfall des 1995 von der Bundesregierung gestrichenen Buß- und Bettages, der seither nur noch in Sachsen gesetzlicher Feiertag ist, bezeichnete Junkermann als einen „Verlust an öffentlicher Buße“. „Es gibt viele Nöte, die genauso wie früher Anlass und Grund zu öffentlichen Buß- und Bettagen, zum Innehalten und sich Besinnen wären“, fügte die Bischöfin hinzu.