Konstanzer Konzil: Vier Päpste und zwei Scheiterhaufen


Foto: epd-bild/akg-images Holzstich „Hus auf dem Konzil zu Konstanz“ nach einem Gemälde von Karl Friedrich Lessing (1808-1880).
Das Konstanzer Konzil vor 600 Jahren war das Jahrtausendereignis für die Stadt am Bodensee. Zeitweise hatte Konstanz mehr Gäste als Einwohner. Doch am Rande der glanzvollen Versammlung wurden auch zwei Kirchenreformer verbrannt: Jan Hus und Hieronymus von Prag.

Von Marcus Mockler und Bernd Buchnerevangelisch.de

Europa ist in keinem guten Zustand zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Gleich drei Päpste zanken um die Vorherrschaft in der Kirche, obwohl es doch nur ein legitimes Kirchenoberhaupt geben kann. Martin V. wird am Ende der lachende Vierte sein, das große abendländische Schisma ist beendet. Zugleich begehren in mehreren europäischen Region Reformbewegungen gegen untragbare Zustände in der Kirche auf. Ihre Anführer werden von der geistlichen Obrigkeit schnell als „Ketzer“ gebrandmarkt. Reformbedarf wird durchaus anerkannt, aber eben nicht umgesetzt.

Zeit also, einen europaweiten Kongress zur Lösung der Probleme einzuberufen. Der römisch-deutsche König Sigismund (1368-1437) und die Parteigänger des damaligen Papstes Johannes XXIII. beschließen, ab 1414 ein Konzil in Konstanz zu veranstalten. Was für ein Auftrieb! Bis zu 20.000 Gäste besetzen das beschauliche 6.000-Einwohner-Städtchen am Bodensee. Aus allen europäischen Regionen kommen geistliche und weltliche Herren, um über die Zukunft zu beratschlagen. Selbst „Mohren“ sollen gesehen worden sein, notiert Ulrich Richental, dessen reich illustrierte Konzilschronik zu den wichtigsten Quellen des Großereignisses zählt.

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1 Comment

  1. Mit der Moral der Kirchenmänner war es nich nie weit her, schon damals ganz in der Tradition der Kinderficker

    Beim Konzil von Konstanz (1414-1418 n.C.) unter Bischof Rupert gehören über 700 Huren zum Tross der Bischöfe, nach Ulrich von Richental leben bis zu 30 Nutten in Hurenhäusern oder lagern in Ställen. Dem Bischof bringen die Nutten in der Stadt Bordellsteuern bis zu 2.000 Gulden jährlich ein, die RKK agiert Jahrhunderte als Zuhälter und beutet die Bordelle aus. Die religiöse Christenmoral gilt fürs gemeine Volk, die Bischöfe morden, betrügen, lügen, saufen, zocken, huren in RKK Bordellen und missbrauchen Kinder.

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