Luthers Judenhass: Ein Denkmal bekommt Risse


Foto: Wikipedia Commons Johannes Reuchlin, Ulrich von Hutten und Martin Luther (von links) als Patrone der Freiheit. Der Humanist Reuchlin hatte in seinem Werk "Augenspiegel" 1510 die Verbrennung des Talmud abgelehnt und diesem eine positive Rolle zum Verstehen des christlichen Glaubens zugewiesen. Holzschnitt aus Thomas Murner, History von den fier Ketzren Prediger ordens, Straßburg 1521.
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Johannes Reuchlin, Ulrich von Hutten und Martin Luther (von links) als Patrone der Freiheit. Der Humanist Reuchlin hatte in seinem Werk „Augenspiegel“ 1510 die Verbrennung des Talmud abgelehnt und diesem eine positive Rolle zum Verstehen des christlichen Glaubens zugewiesen. Holzschnitt aus Thomas Murner, History von den fier Ketzren Prediger ordens, Straßburg 1521.
Dass Martin Luther sich antisemitisch geäußert hat, steht außer Frage. Doch wie stark wirkte sein Judenhass in den Jahrhunderten nach der Reformation, und vor allem: Wie groß war Luthers Bedeutung für den Vernichtungsantisemitismus der Nationalsozialisten? Eine Hamburger Tagung versuchte sich an Antworten.

Von René Martens – evangelisch.de

„Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ lautete einer der berühmtesten Aussprüche Martin Luthers. Der Satz war diese Woche auch Titel einer Veranstaltung in der Evangelischen Akademie der Nordkirche. Der Untertitel: „Martin Luther, die Juden und die Kirche“. Es ging um Luthers judenkritische Schriften. Konnte der Reformator da auch nicht anders? Wie soll die evangelische Kirche heute im Blick auf das Reformationsjubiläum 2017 mit dem Antijudaismus des Wittenbergers umgehen? Ihn einfach als Zeitgeist abtun?

Es gelte „erstlich, dass man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke“, schrieb Luther, „zum zweiten, dass man ihre Häuser dergleichen zerbreche und zerstöre“ und des Weiteren in einem sieben Punkte umfassenden Liste, dass man ihnen „alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold nehme“, So heißt es in dem 1543 publiziertem Werk „Von den Juden und ihren Lügen“, einer seiner einschlägigen judenfeindlichen Schriften.

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2 Comments

  1. Auch wenn dies keine Rechtfertigung sein soll, so muss man Luther doch als geistiges Kinde seiner Zeit sehen. Die RKK ist all-mächtig und kümmert sich einen Scheißdreck um propagierte christliche Gebote, sondern nur um Macht und Geld. Wer nicht spurt, der wird gefoltert, eingesperrt und massakriert. Perversionen wie Mord, Genozide, Ethnozide, Ausbeutung, Diskriminierung und heilige Kriege befiehlt immer der himmlische Zombie, was im Zirkelschluss nur Einfaltspinsel akzeptieren.

    Die Kirchenführer leben in ihrer eigenen Welt, Päpste, Kardinäle und Bischöfe haben Mätressen und nebenbei kindliche Sexsklaven, man betreibt als Zuhälter Bordelle im Namen Jesus gekauft um sie finanziell auszubeuten. Die Menschheit wird in eigener Verblödung das Wissen von Kleinkindern aufgezwungen. Der Papst schließt Universitäten oder Fakultäten, weil diese nur Fakten entgegen der ewig wahren Bibel liefern. Die Universität von Salamanca schrumpft so in 250 Jahren von einst 12.500 Studenten auf 300. Der Mann hat keine Rippe weniger als die Frau, die Seele bleibt unauffindbar, die Erde ist keine Scheibe und nicht das Zentrum des Universums.

    Genau wie heute Dutzende Verschwörungstheorien Probleme lösen, die es nicht gibt und gleichzeitig jede Diskussion verbieten. so hatte die Zeit Luthers viele Abweichler der Religion, die meinen andere Glaubensformen würden die kirchlich kriminellen Drecksäcke zu guten Menschen machen. Für Luther lag die Lösung alles Elends nicht im Handeln der Kirche, sondern in fiktiven Schmarotzen der Gesellschaft wie Juden, Ungläubige, Hexen, Dämonen und vielen Anderen, die den Religionsschmus glauben und nur christlich leben wollen

    Luther der Supermacho: „Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes. Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da“.

    Luther der Dämonengläubige; „Es ist ein überaus gerechtes Gesetz, dass die Zauberinnen getötet werden, denn sie richten viel Schaden an, was bisweilen ignoriert wird, sie können nämlich Milch, Butter und alles aus einem Haus stehlen… Schaden fügen sie nämlich an Körpern und Seelen zu, sie verabreichen Tränke und Beschwörungen, um Hass hervorzurufen, Liebe, Unwetter, alle Verwüstungen im Haus, auf dem Acker, über eine Entfernung von einer Meile und mehr machen sie mit ihren Zauberpfeilen Hinkende, dass niemand heilen kann ….“

    Luther der dogmatische Kriegshetzer; “In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, daß Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.”

    Luther der Vorderdenker der NAZIs; „Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen…; Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken, … unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien (…) ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören.“

    Wenn heutige Religionsbetreiber einen derart psychopathologischen Irren als ihren Propheten verehren, dann gehören sie als Feinde von Verfassung, Menschenrechten und jeglicher Menschlichkeit eingesperrt, am besten mit ihrem Gesinnungsgenossen Anders Breivik in Isolationshaft

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