Papst Franz übt Selbstkritik und korrigiert drei Fehler – Ein Kurswechsel?


Papst Franziskus (Bild: AP)
Papst Franziskus (Bild: AP)
Er reduziert das Gewicht des Interviews, das er Eugenio Scalfari gab, er korrigiert sein Urteil über das Zweite Vatikanische Konzil und er distanziert sich von den progressiven Strömungen in der Kirche, die ihm bisher Rosen streuten und ihn mit Applaus überhäuften.

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Die Massenmedien schweigen zu diesem Kurswechsel. So es denn einer ist. „Auch der Papst übt Selbstkritik und korrigiert drei Fehler“, schrieb der Vatikanist Sandro Magister.

Papst Franziskus hat die Kirche seit seiner Wahl einer Reihe von Wechselbädern ausgesetzt. Man könnte von einer Kneippkur mit Warm- und Kaltwasser und Zwischenaufenthalten in der Sauna oder einer Infrarotkabine sprechen. Der wohltuende Faktor oder gar ein Genesungsprozeß dieser Kur muß sich erst noch zeigen.

Ein Wechselbad erfolgte auch in den vergangenen Tagen. Die kalte Dusche bekamen diesmal die zersetzenden Kirchenauflöser am progressiven Rand ab. Deren Hardliner hielten sich zwar immer auch auf Distanz zu Papst Franziskus, weil ihnen das Papsttum grundsätzlich suspekt ist, dennoch stimmten auch sie lauthals in die Jubelchöre für den argentinischen Papst ein und versuchen ihn zu vereinnahmen. Die gemäßigteren Progressiven, die sich scharenweise im hauptamtlichen Funktionärswesen der Kirche tummeln, verehren den neuen Papst aufrichtig. Was immer auf Laissez-faire-Christentum hinweist, ist ihnen willkommen.

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