Globalisierung des Unfugs: Homöopathen ohne Grenzen


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Ja, auch Afrika, der geschundene Kontinent, kann endlich aufatmen – nachhaltige Hilfe ist unterwegs. Nachdem sich nun Generationen von klugen Leuten an den Gesundheitsproblemen der „3. Welt“ versucht haben kommen seit einiger Zeit die wirklichen Profis zum Zug: die „Homöopathen ohne Grenzen“.

Von Marcus HammerschmittTELEPOLIS

Wenn es in unserer Gesellschaft für alles ein Geschäftsmodell gibt, dann auch für das Helfen und Heilen. Beredtes Zeugnis dafür legt die Geschichte der „Ärzte ohne Grenzen“ ab, die seit 1971 auf ihre Art helfen und heilen. Wie bei allen Organisationen dieser Art haben sich mit der Zeit unschöne Flecken auf der weißen Weste der Hilfsbereitschaft ergeben (vgl. Skandalöse Schönheitsfehler), bis hin zu der Frage, ob eine medizinische Nothilfe Sinn macht, die ihre Voraussetzungen so wenig reflektiert.

Aber dass das Geschäftsmodell der Ärzte ohne Grenzen erfolgreich ist, kann kaum bestritten werden, und wo ein erfolgreiches Geschäftsmodell ist, da gibt es Nachahmer. Deswegen haben sich auch die Homöopathen zusammengefunden, um grenzenlose Hilfe zu leisten – das fortdauernde Elend in der Welt bietet ihnen einen willkommen Anlass dazu. Die Entertainerin Anke Engelke hat schon vor Jahren das Treiben der „Homöopathen ohne Grenzen“ satirisch aufgespießt.

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