Drohnen-Teststrecke in Bayern bleibt noch geschlossen


Eine der in Hohenfels stationierten MQ-5B Hunterdrohnen. Bild: 7th U.S. Army JMTC
Die Bundesregierung bestätigt, dass über bayerischen Dörfern für den ferngesteuerten Krieg geübt wird. Bewaffnungsfähige Drohnen der US-Streitkräfte dürfen aber weiterhin nicht zwischen einzelnen Standorten verkehren

Von Matthias MonroyTELEPOLIS

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums dürfen keine Drohnen außerhalb von US-Basen geflogen werden. Dies teilte der Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt auf eine Kleine Anfrage der bayerischen Abgeordneten Eva Bulling-Schröter mit. Demnach hat die Bundesregierung noch keine Genehmigung für Flüge der Kategorie 2 erteilt. Dadurch wäre es möglich, unbemannte Luftfahrzeuge in Bayern auch außerhalb permanent gesperrter Lufträume zu betreiben.

Die USA haben von der Bundeswehr bereits 2005 eine offizielle Zulassung für den Betrieb von 57 Aufklärungsdrohnen erhalten. Es handelt sich dabei um die Typen „Raven“, „Hunter“ und „Shadow“. Zugestanden wurden Flüge der Kategorie 1, also lediglich in gesperrten Lufträumen. Die Drohnen sind auf US-Basen in Bamberg, Hohenfels, Vilseck, Grafenwöhr und Illesheim stationiert.

Die US-Streitkräfte hatten beantragt, einen Korridor zwischen Grafenwöhr und Hohenfels einzurichten. Dort sollten die größeren Drohnen des Typs „Hunter“ verkehren (US-Army-Drohnen über Bayern). Angeblich würden dadurch umständliche Montagen und Demontagen der Drohne vermieden. Bislang wird die „Hunter“ regelmäßig in ihre Einzelteile zerlegt und auf der Straße zwischen den Truppenübungsplätzen hin und her kutschiert. Ursprünglich sollten die Flüge im Oktober beginnen. Worin die Verzögerung begründet ist, erklärt der Staatssekretär nicht. Ein US-Sprecher hatte zunächst behauptet, ursächlich sei schlechtes Wetter.

weiterlesen