Euthanasie für Jugendliche: Tötung auf Verlangen


© AFP Vergrößern Bei einer Abstimmung des zuständigen Senatsausschusses im belgischen Parlament wurde der Gesetzesentwurf zur Erweiterung des Euthanasiegesetzes mit deutlicher Mehrheit angenommen.
In Belgien soll ein Gesetz beschlossen werden, das schwerkranken Kindern und Jugendlichen die Tötung auf Verlangen ermöglicht – ein Akt der Selbstbestimmung oder unzumutbare Belastung?

Von Oliver TolmeinFrankfurter Allgemeine

Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art wird wahrscheinlich nächste Woche auf der Tagesordnung des belgischen Parlaments stehen: eine Erweiterung des Euthanasiegesetzes von 2002, das dann auch die Tötung auf Verlangen für einwilligungsfähige Kinder und Jugendliche ermöglichen wird. Die Mehrheit ist dem Gesetzentwurf wahrscheinlich sicher, der auf eine Initiative des sozialistischen Abgeordneten Philippe Mahoux zurückgeht. Bei der Abstimmung im zuständigen Senatsausschuss erhielt er dreizehn Stimmen und kassierte nur vier Gegenstimmen. Ursprünglich hatten die Sozialisten auch geplant, in dem Gesetzentwurf die Zulässigkeit der Tötung auf Verlangen für demente Menschen zu regeln, hatten davon aber, um eine klare Mehrheit zu sichern, wieder Abstand genommen.

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