Kirche und Staat: Trennt euch!


laiciteNiemandem täte eine klare Trennung von Staat und Kirche so gut wie den Kirchen selbst. Es ist an der Zeit, einen klaren Schnitt zu setzen.

Von Karsten Polke-MajewskiZEIT ONLINE

Und dann ist da natürlich die Sache mit dem Geld. Zahlt der Steuerzahler also auch noch die Bischofsgehälter! Das stimmt zwar nicht ganz, aber alleine der Gedanke taugt schon zum Aufreger. Wie alles, was irgendwie als echter oder vermeintlicher Beleg dafür herhalten kann, wie eng die Kirchen noch immer mit dem Staat verquickt sind.

Da hilft auch der Abwehrreflex vieler Kirchenleute nichts, die aufs Grundgesetz verweisen, wo in Artikel 140 der einfache Satz zu lesen ist: „Es besteht keine Staatskirche.“ Was heißen soll: Staat und Kirchen sind in Deutschland getrennt.

Denn das stimmt und stimmt doch nicht. Weshalb es an der Zeit wäre, endlich einen klaren Schnitt zu machen. Damit beide wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen: die Kirchen in ihrer Verkündigung, der Staat als weltanschaulich neutraler und unparteiischer Vermittler zwischen den gesellschaftlichen Gruppen.

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