„Homöopathen ohne Grenzen“: Dodo des Monats November 2013


Dodo des Monats November 2013
Dodo des Monats November 2013
hogThe Winner takes it all. Nach dem Goldenen Brett vorm Kopf 2013, der Wiener Skeptiker, nun die kotztütenblaue Dronte des Brightsblogs. Homöopathen ohne Grenzen sind in den Rubriken Schamanen, Medizinmänner, Druiden das Maß aller Dinge. Einfach unschlagbar.

Beim Lesen auf der Webseite der HOG wird schnell klar wo die postulierte Grenzenlosigkeit der Homöopathen liegt, in der Nicht-Wahrnehmung realer Dinge.  Es gibt keine seriöse Studie, die die Wirksamkeit homöopathischer Mittel bestätigt. Dreist behauptet man Studien oder bringt obskure Literaturverweise, Verlinkungen erfolgen nicht, peer-review Verweise keine. Der Anspruch Alles und Jeden heilen zu können ist göttlich. Nicht nur hier wird die Verbindung zu den etablierten Religionen deutlich, es ist der Glaube an fragwürdige Substanzen, unbewiesene Methodik, die Vergottung des Placebos. Der Homöopath wirkt als Stimuli, der Patient glaubt an das Zuckerkügelchen und an die Rolle des Homöopathen.
Moderne, evidenzbasierte Medizin kann nicht alles und jeden Heilen geschweige denn abhelfen. Ein Mediziner der solches behauptet würde schnell als Lügner entlarvt sein. Aber da wo moderne Medizin noch nicht wirksam helfen kann ist das homöopathische Glaubuli nichts anderes als die Gabe der Illusion. Kennen wir, Kekse und Wein verwandeln sich durch magische Worte in Fleisch und Blut Jesu Christi. Teufels-und Dämonengläubige werden von ihnen befallen. Rigorose Abhilfe schafft der Unglaube. Schwer Kranke schleppen sich nach Lourdes um vom Quell  des Marien-Brunnens Heilung zu erlangen, man glaubt an den Eintritt des Unmöglichen, rational hat der Kranke seine Behinderungen erkannt, Hoffnung ist das Zauberwort.
Selbstheilung, Spontanheilung des Körpers wird oftmals als Wunder verkauft, Homöopathen lieben hier die anekdotische Evidenz. Die Heilung kommt vom verdünnten, geschüttelten Plutonium.
Es wäre doch sehr förderlich, wenn sich Homöopathen, so sie denn an Krebs oder anderen widerwärtigen Gesundheitsproblemen erkranken, unter totalen Verzicht der modernen Medizin, nur homöopathische Mittel anwendend, für Studien zur Verfügung stellten. Klappt es, wäre das der Erfolg für die Homöopathie, geht es schief sorgen die nahen Verwandten für die Beseitigung Misserfolgs.

Höchst problematisch und humanistisch nicht zu vertreten ist die Anwendung und die Gabe homöopathischer Mittel in Krisengebieten, Krieg, Naturkatastrophen ect.pp. Unterernährung, schlechte hygienische Bedingungen, keine oder nur ungenügende Gesundheitsvorsorge sind der Nährboden für Erkrankungen jedweder Art.

Die Quacksalber(USA) rühmen sich ihrer Erfolge in Haiti, beim Kampf gegen die Cholera. Das es wenig bedarf die Krankheit wirksam zu bekämpfen benennen sie nicht, sauberes Trinkwasser, Ernährung. Auch hier erkennen wir die Parallelen zu den Religionen. In der Methodik verfahren sie wie Kreationisten, verwenden die Erkenntnisse der modernen Medizin um sich in das Vertrauen der Menschen einzuschleichen.

Homöopathische Mittel, ihre Herstellung und ihren Vertrieb kann man beruhigt der Pharmaindustrie zurechnen, angesiedelt in der Abteilung Clownerie. So wie es den Pharmaunternehmen nicht vordergründig um unsere Gesundheit geht sondern um Gewinn, der Weg dorthin sind die Medikamente, Innovationen sollen neue Märkte erschließen oder aber den Umsatz in bestehenden erhöhen. In den Ländern der 3. Welt ein äußerst fragwürdiges Unterfangen. Der Preis den wir fürs Medikament bezahlen bekommen wir in Form von Genesung, Linderung oder Verbesserung unseres Gesundheitszustandes zurück. In der Homöopathie gibt es Geld für Unfug.
Um es mit Vince Ebert zu sagen, wer an Homöopathie glaubt meint auch, wenn er seinen Autoschlüssel in Frankfurt, im Main verloren hat, das Auto mit dem Wasser des Flusses in Würzburg, als Schlüssel wieder zu starten. Da das Wasser, ganz homöopathisch natürlich, die Informationen des Schlüssels, wie eine wirksame Substanz aufgenommen hat und nun weiß, dass es das Auto zu starten hat.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo, vorsicht, er reagiert auf homöopathischen Kaffee allergisch.