Mythen-und Märchendeutung im Wissenschaftsbetrieb


In Münster streitet man. Es geht um das Zentrum für islamische Theologie. Kritikpunkt ist Mouhanad Khorchide, Professor für Islamische Religionspädagogik, insbesondere dessen Auslegung, Interpretation, Deutung, was auch immer des Korans. Und hier schreit der Zentralrat der Muslime auf, wirft der Hochschule Verfassungsbruch und Alleingänge vor.

Für mich ist nicht das Problem wie nun der Koran interpretiert wird, da ist jeder Wetterbericht interessanter, an der Problematik des Theologie-Zentrums zeigt sich der Widerspruch zwischen staatlicher Hochschule und dem Versuch religiöse Inhalte Gesellschafts-relevant zu vermitteln. Theologie ist Mythen-und Märchendeutung und hat im Wissenschaftsbetrieb einer Hochschule-Universität nichts zu suchen. Staatliche Neutralität in Glaubensfragen verbietet die Einmischung in religiöse Problematiken. Um so unverständlicher die Gepflogenheit Theologie an staatlichen Universitäten und Hochschulen zu unterhalten. Sie mit den finanziellen Mitteln der Allgemeinheit gar noch wirtschaftlich zu unterstützen.

Nun streitet man in Münster, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, ist besonders gut zu hören. Kleinlich, eifersüchtig, geradezu zänkisch versucht er Einfluss auf die Universität zu nehmen. Die Uni würde Lehrinhalte und Lehrpersonal nicht mit den Religionsgemeinschaften gemeinsam festlegen. Eine staatliche Universität soll Glaubens-und Religionsdeutung muslimischer Verbände gefälligst mit denen abstimmen. Mazyek scheint von Forschungs- und Lehrfreiheit noch nichts gehört zu haben, oder aber sie interessiert ihn nicht, dann ist er falsch am Platze.

Die Lehrinhalte des Zentrums für islamische Theologie sind mit dem nordrhein-westfälischen Schulministerium abgestimmt, das wiederum einen islamischen Beirat hat. Der extra für das Zentrum, bei der Universität, eingerichtete Beirat ist nicht arbeitsfähig, da ein von den muslimischen Verbänden vorgeschlagener Kandidat von der Bundesregierung abgelehnt wurde. Insofern ist die Kritik die Mazyek vorbringt nichts anderes als nölen. Staatlicherseits sind die Bedingungen für einen ordentlichen Lehrbetrieb geschaffen worden, die Kritiker verabsäumen es bis zum heutigen Tage ihre Strukturen zu ordnen. Da möchte man Herrn Mazyek zurufen shit or get off the pot.

Unverständlich ist die Feststellung der Rektorin Ursula Nelles, „Für eine Überbrückungszeit geht es also auch ohne Beirat. Aber gerade wir haben von Beginn an immer wieder deutlich gemacht, dass wir dafür plädieren, die islamischen Verbände entsprechend den Konkordatsregeln für die christlichen Kirchen in unsere Arbeit einzubeziehen.“

Es geht eben immer etwas dümmer.

3 Comments

  1. Öffentlich-rechlicher Kokolores sozusagen! 😉 Bisher christlicher, nun auch noch muselmanischer – aber wir haben im Rheinland ja auch die 5. Jahreszeit. 😉 Jeder Jeck ist eben anders…. 🙂 🙂

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