Priesternachwuchs: Keine göttliche Reproduktion


Feierstunde. An Weihnachten strömen besonders viele Menschen in die Kirche. – Foto: IMAGO
Immer weniger junge Männer wollen Pfarrer werden. Besonders groß ist die Not bei den Katholiken.

Von Claudia KellerDER TAGESSPIEGEL

Die Arbeit ist vielseitig, das Amt angesehen und unkündbar. Wer Chef sein will, kommt schnell zum Zuge, und die Bezahlung auf Studienrats- und Oberstudienratsniveau stimmt auch. Wer sich nicht dumm anstellt, hat beste Aufstiegschancen. Und mit 65 Jahren, wenn andere in Rente geschickt werden, kann die Karriere erst richtig Fahrt aufnehmen. Katholischer Priester – das könnte ein Traumjob sein. Und doch gibt es in Deutschland kaum noch junge Männer, die diesen Weg einschlagen wollen.

In den 1960er Jahren wurden jährlich über 500 Priester in Deutschland geweiht, 2012 waren es gerade mal 79. Und so schrumpft die Zahl der Priester kontinuierlich um mehrere hundert jedes Jahr.

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3 Comments

  1. Die 27 Bistümer der BRD beshäftigen einige Hundert Priester, die in den Kirchen fehlen. Die 9.500 RKK Priester sind durchschnittlich über 60 Jahre alt ohne Nachwuchs, in 15 – 20 Jahren schrumpft ihre Zahl auf etwa 3.000.

    Notwendig wären 500 Novizen/Jahr, von wenigen Bewerber bleiben unter 65/Jahr. Der RKK Kinderficker genießt kein Ansehen mehr, Die RKK gilt als verlogen und moralisch total verkommen, ihre Würdenträger als menschlicher Abschaum, der zu nichts Produktivem zu gebrauchen ist.

    Die 9.500 RKK Priester sind durchschnittlich über 60 Jahre alt ohne Nachwuchs, in 15 – 20 Jahren schrumpft ihre Zahl auf etwa 3.000. Notwendig wären 500 Novizen/Jahr, von wenigen Bewerber bleiben unter 65/Jahr. Der RKK Kinderficker genießt kein Ansehen mehr, Priester gelten Vielen als Abschaum und/oder psychisch gestört.

    Absehbar sind Verhältnisse wie in Frankreich. Frankreich hat keine Kirchensteuer, etwa 11.000 RKK Priester sind ausgehend von 2012 im Mittel 75 Jahre alt. Das Erzbistum Poitiers hat für 730.000 Katholen in 600 Pfarreien nur 220 Priester, 66% sind mit über 80 Jahren längst ga-ga. Die Pfarreien führen afrikanische Priester als Aushilfen oder treue katholische Laien mit Katechese, Diakonie, Finanzen und Predigten als „Wortgottesdienste“

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