Zollitsch: Kirche darf keine neue Enteignung, bei Staatsleistungen, akzeptieren


Robert Zollitsch
Robert Zollitsch (CC-by-sa/3.0/de by Schwarzwälder)

Die 200 Jahre alte Gier der Christen-Kirchen ist unverschämt, schamlos und dreist zu nennen.

Die katholische Kirche in Deutschland ist bereit, über die Ablösung der Staatsleistungen zu verhandeln. „Wir sind offen dafür“, sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, am Dienstag im Südwestrundfunk (SWR).

evangelisch.de

Die Kirchen müssten aber auch sehen, dass sie Verantwortung für die Zukunft trügen und dürften deshalb nicht von vorneherein eine „neue Enteignung“ annehmen. Außerdem sollten Bund und Länder den ersten Schritt tun.

weiterlesen

3 Comments

  1. Staatsleistungen an die Kirchen sofort einstellen!

    Ich freue mich, dass Erzbischof Zollitsch bereit ist, über die ca. 480 Millionen € zu verhandeln, welche der deutsche Staat seit 1803 jährlich(!) an die katholische und evangelische Kirche als Entschädigung für enteigneten „Besitz“ während der Säkularisierung zahlt.

    Hierzu hat bereits vor vielen(!) Jahren die frühere Kirchenexpertin der GRÜNEN, Frau Nickels, gesagt, dass dieser Ausgleich schon längst beendet sei und somit diese Staatsleistungen sofort eingestellt werden bzw. die Kirchen das bis dahin zu viel gezahlte Geld zurückzahlen müssten.

    Aber ich meine, zusätzlich müsste noch bei weitem mehr Geld zurückgezahlt werden:
    Denn zunächst müsste eine Kommission von Historikern zu einer realistischen Einschätzung des wirklichen Besitzes kommen; d.h., vom angeblichen „Besitz“ müsste zunächst jener „Besitz“ abgezogen werden, den die Kirche sich z.B. während der Inquisition auf kriminelle Weise angeeignet hatte (eine wichtige Quelle hierfür kann das zehnbändige Werk „Kriminalgeschichte des Christentums“ des Kirchenkritikers Karlheinz Deschner sein). Dann wäre der angebliche „Besitz“ sicher bei weitem geringer als was früher als Grundlage für die bis heute skandalöserweise jährlich gezahlten riesigen Summen diente.

    Alles zusammengenommen vermute ich, dass die Kirchen realistischerweise viele Milliarden Euro zurückzahlen müssten, wenn nun hoffentlich schnellstens eine Kommission aus Historikern und Finanzexperten für Klarheit sorgte – das Geld könnten die extrem reichen Kirchen locker zahlen, der Staat könnte dann das zu viel gezahlte Geld für dringend benötigte soziale Zwecke ausgeben!

    Gefällt mir

  2. Wie kommt das eigentlich, dass sowas in Frankreich kein Thema ist, wo die sogenannte „Enteignung“ der Kirche mit der Revolution 1789 ja dort angefangen hatte? In Frankreich sind die alten Kirchen Staatsgüter, die die Kirche nutzen darf. Wenn in der KrönungsKathedrale von Reims die Fenster von Marc Chagall oder Imi Knoebel eigebaut werden, ist das Kunst eben Kunst und die Kirche hat das zu „dulden“ auch wenn ihr das nicht in drn Kram past.. Die Franzosen haben nicht nur enteignet sondern sogar seit 1905 den Laïzismus – für Zollitsch sowas wie Teufelskram – und haben sich gegen den Widerstand des Vatikan von der Kirche getrennt vollkomen getrennt.

    Bei uns führt eine macht- und geldgeile Kirche den Staat immer noch am Nasenring vor, weil alle deutsche Regierungen seit der Französischen Revolution die Kirchen nutzten, um das Volk zu kontrollieren….und das gilt auch für die NAZI Zeit, in der der Vatikan für die Hilfe der Katholischen Zentrumspartei im Reichtag bei der Ermächtigung Adolf Hitler’s 1933 zum Diktator, die Kirche oppulent mit dem heute noch intakten “Reichskonkordat” belohnte und die Wehrmacht mit einem „gottgefälligen Koppelschloss“ und mit kirchlichem Segen ganz Europa überfiel.

    Übrigens könnte Zöllitsch das deutsche Volk inzwischen schon über die Vermögen der Kirche informieren und wie alle anderen Unternehmen normale Steuern zahlen. :-). 🙂

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.