EU-Parlamentspräsident zweifelt an Gott und glaubt an die Musik


Martin Schulz, Bild: wikipedia
Der Glaube an Gott ist dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, „mit den Jahren verloren gegangen“.

evangelisch.de

Für ihn seien die Menschen „das Resultat eines natürlichen Prozesses, mit unserem Tod hört unsere geistige Existenz auf“, sagte der SPD-Politiker dem evangelischen Monatsmagazin „chrismon“ (Januarausgabe). Allerdings gebe es eine Ausnahme, die ihm beweisen könnte, dass es doch einen Gott gibt: „Wenn es etwas Göttliches gibt, dann ist es für mich Musik.“

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3 Comments

  1. Auf meiner Facebook-Seite habe ich Folgendes geschrieben:

    »Der Glaube an Gott ist dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, „mit den Jahren verloren gegangen“. Für ihn seien die Menschen „das Resultat eines natürlichen Prozesses, mit unserem Tod hört unsere geistige Existenz auf“, sagte der SPD-Politiker dem evangelischen Monatsmagazin „chrismon“ (Januarausgabe).« So textet heute die Internet-Plattform evangelisch.de.

    Ich finde, dass das eine bemerkenswerte Äußerung ist. Endlich mal ein Politiker, der den Mut hat, sich nicht zum Christentum zu bekennen, endlich mal ein Politiker, der den »Arsch in der Hose hat« – Entschuldigung für diesen unfeinen Ausdruck – und sich dieser üblich gewordenen feigen religiösen Anpassung entgegen stellt.

    Man ist ein solches klares Bekenntnis zum Nichtglauben kaum noch von einem Politiker gewöhnt. Die meisten verhalten sich in Fragen der Religion opportunistisch angepasst, nur auf maximalen Stimmengewinn hin orientiert. Besonders deprimierende Beispiele in dieser Hinsicht sind für mich Peer Steinbrück, Hannelore Kraft und Manuela Schwesig, um nur mal ein paar Beispiele aus jüngerer Zeit zu nennen. Sie entdeckten plötzlich ihre christlich-religiöse Ader, als sie sich politisch um höhere Ämter bemühten und auf Wahlerfolg setzten. Ich nehme ihnen übel, dass sie die Religion nur dazu nutzen, um – unterstützt durch die kirchenfreundlichen Medien – politischen Erfolg zu haben.

    Die plötzliche Entdeckung des Glaubens, nur weil man sich davon mehr Zustimmung in der Bevölkerung verspricht – verstärkt, wie gesagt, durch eine entsprechende mediale Unterstützung – ist in meinen Augen heuchlerisch. Eine solche, nach dem politischen Wind ausgerichtete Gesinnung, die man sich zulegt, weil sie Vorteile in der politischen Auseinandersetzung verspricht, trägt erheblich dazu bei, dass das Ansehen von Politikern und das Vertrauen in ihre Redlichkeit in der Bevölkerung immer weiter abnimmt.

    Bemerkenswert auch, dass evangelisch.de bzw. chrismon, eine monatlich erscheinende Werbeschrift der evangelischen Kirche, eine solche Meldung bringt. Hat man etwa vor, Martin Schulz, diesen weltanschaulichen »Außenseiter« zur Strecke zu bringen, ihn bloßzustellen, ihn als »gottlosen Gesellen« zu brandmarken, bevor andere auf die Idee kommen, es ihm gleich zu tun? Man wittert wohl die Gefahr, dass ein Mann dieses politischen und intellektuellen Formats Vorbild werden könnte für jene Politiker, denen intellektuelle Redlichkeit noch etwas bedeutet.

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  2. Der musikalische Beweis für „Gott“ heißt mit Vornamen Karel und ist gebürtiger Tscheche. Und die Greta Garbo nannte man auch noch „Die Göttliche“.
    Ansonsten kann man mit Martin Schulz natürlich Kondom (…äh., konform) gehen, 🙂
    Ende ulkig.

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