Ecuador: Evolution in Rekordgeschwindigkeit


Typische Páramo-Landschaft in Ecuador: Aufgrund der Höhenlage von mehr als 2800 Metern verändern sich die Pflanzen hier besonders schnell. Bild: wikimedia
Der Páramo im nördlichen Hochland der Anden verfügt über eine einzigartige Biodiversität – Nirgendwo auf der Welt schreitet die Evolution so schnell voran

Von Adrian LobederStandard.at

1799 machten sich der große Entdecker Alexander von Humboldt und seine Gefährten von Caracas in Venezuela auf, die Anden zu erkunden. Unter widrigen Bedingungen kämpften sie sich Stück um Stück das Gebirge hinauf. Der Nebel war so dicht, dass sie kaum die Hand vor dem Gesicht sahen. Als er sich verzog, waren die Abenteurer überwältigt: Weite Graslandschaften waren zu sehen, Bäume, Blumen und Sträucher, die den Männern völlig unbekannt waren.

Später notierte Humboldt in seinem Band Reise in die Aequinoctial-Gegenden: „Nach vierstündigem Marsch über die Savanen kamen wir in ein Buschwerk aus Sträuchern und niedrigen Bäumen, ‚el Pejual‘ genannt (…). Der Abhang eines Berges wurde sanfter und mit unsäglicher Lust untersuchten wir die Gewächse dieser Region. Vielleicht nirgends findet man auf so beschränktem Raum so schöne und für die Pflanzengeografie bedeutsame Pflanzen beisammen.“

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