Wenn die Kirche auf den Hund kommt


Hund_kircheSeit dem Tod seines Frauchens nimmt ein italienischer Hund regelmäßig an der Messe in der Kirche des Ortes San Donaci im Süden des Landes teil.

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Wie italienische Medien berichten, verlässt Schäferhund Tommy jeden Nachmittag mit dem Kirchengeläut den Dorfplatz, um sich vor dem Altar der Kirche niederzulassen, die sein Frauchen regelmäßig besuchte und wo auch ihre Trauerfeier stattfand. Tommy verpasst demnach keine Messe, seit er den Sarg seines Frauchens bei der Beerdigung vor zwei Monaten begleitete – außer, wenn es zu sehr regnet.

Laut der Zeitung „Il Messaggero“ akzeptiert Pfarrer Don Donato Panna die stille Präsenz des Vierbeiners vor seinem Altar. Während Tommy vor dem Tod seines Frauchens stets geduldig vor der Kirche wartete, nimmt er nun an Hochzeiten, Taufen und Begräbnissen teil. Seine Besitzerin lebte mit Tommy und drei weiteren von ihr aufgenommenen Straßenhunden allein. Die Tiere werden nun von den Einwohnern des Dorfes durchgefüttert.

2 Comments

  1. Da hat der Hund aber Glück, dass er in Italien lebt. 😉 Bei uns würde wahrscheinlich 10% der Hundesteuer als Kirchensteuer fällig? 😉 Aber Italien zieht als zivilisiertes Land eben keine Steuern für Kirchen ein. 🙂 🙂

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  2. Den zufälligen Schauplatz Kirche jetzt mal außer Acht gelassen. Die Treue eines Tieres kann viel aufrichtiger sein, als die von Menschen. Zum Dank dafür, werden viele Tiere in aller Welt von Menschen schlecht behandelt und ohne sich darüber Gedanken zu machen um welche komplexen Lebensformen es sich dabei handelt, einfach als Sache abgetan, verstoßen, gequält und getötet. Aus biologischer Sicht sind Menschen ebenfalls Tiere. Gleichwohl nichts anderes als, in unterschiedlicher Weise, zu Bewusstsein erwachte Sternenmaterie. Aber das wird von der Mehrzahl der Beansprucher des Titels „Krone der Schöpfung“ entweder nicht verstanden oder leider, einfach ignoriert.

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