„Eine Beschneidung ist eine Amputation“


Viola Schäfer (Vorsitzende) und Andreas A. gehören zu den Gründern des neuen Vereins „intaktiv e.V. – eine Stimme für genitale Selbstbestimmung“. Foto: hbz/Judith Wallerius
INTAKTIV Verein setzt sich für genitale Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen ein

Von Nadine SchwarzAllgemeine Zeitung

Das Gesetz, das die religiöse Beschneidung von Jungen erlaubt, welches vergangenes Jahr erlassen wurde, war Anlass für Viola Schäfer und Andreas A. den Verein „intaktiv“ zu gründen, der sich für genitale Selbstbestimmung aller Kinder und Jugendlichen einsetzt. „Wir sind für intakte Genitalien und lehnen unnötige Beschneidungen daher ab“, betont die 25-jährige Psychologiestudentin.

Im Juli 2013 ist ein höheres Strafmaß für die Verstümmelung weiblicher Genitalien eingeführt worden, doch während Mädchen verstärkt geschützt werden, würden Jungen schlechter gestellt, schreibt der Verein auf seiner Homepage. In Deutschland ist die Beschneidung von Jungen laut Schäfer ein weitaus verbreiteteres Thema, als die Verstümmelung von Mädchen. Etwa 15 Prozent der Männer in Deutschland seien beschnitten, aus religiösen oder medizinischen Gründen, die häufig vermeidbar wären.

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1 Comment

  1. Jehova will halt, wie alle Götter, Blut sehen. Das glauben nicht nur, das wissen (!) alle gläubigen Schnitzler. Die im Laufe der div. Religionsgeschichten durch Blutopfer angefallene Gesamtmenge, dürfte bestimmt mehrere Hektoliter betragen. Da kommt es denen auf die paar Vorhautsbluttropfen wahrscheinlich auch nicht mehr an. (Das Wort „Blut“ kommt übrigens im alten Testament mehr als tausend mal vor. Das Wort „Liebe“ gerade sieben mal. ) Die Religioten behaupten verschwafelt: „Wo keine Religion ist, ist keine Liebe“. Der Spruch sollte richtiger lauten: „Wo keine Religion ist, fließt weniger Blut !“

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