Extremer Veganismus schädigt das Hirn


Vitamin B12. Grafik: Public Domain.
Vegetarier essen kein Fleisch. Diese Diät lässt sich relativ schadlos überleben. Anders sieht es bei Veganern aus: Sie verzichten zusätzlich auf Milch, Käse, Butter, Joghurt, Eier, Honig und Speisen, die solche Zutaten erhalten. Dadurch stellt sich bei ihnen häufig ein Mangel an Eisen, Zink, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin B12 ein. Der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zufolge leiden beispielsweise bis zu 83 Prozent der Veganer an einen B12-Mangel.

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS

Als B12 bezeichnet man Kobaltverbindungen wie Methylcobalamin oder Adenosylcobalamin, die Teil verschiedener Enzyme sind. Sie kommen ausschließlich in Innereien, Fleisch, Eiern und Milch vor. Algen- und Sojaprodukte enthalten lediglich B12-Analoge, die ähnlich aufgebaut sind, aber vom Körper nicht entsprechend verwertet werden können. Der Bedarf an B12 kann beim Menschen deshalb nicht durch pflanzliche Kost ausgeglichen werden – selbst dann, wenn Veganer noch so streng nach Plan und nicht nach Lust und Appetit essen.

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4 Comments

  1. Soll hier nicht eigentlich eine Lanze für rationales Denken gebrochen werden? Die Tatsache, dass es unter Veganern auch abgehobene Esoteriker gibt, heißt ja umgekehrt nicht, dass es nicht wohl überlegte und durch und durch rationale Argumente für den Veganismus gibt. Die wichtigsten sind natürlich ethischer Art: So begibt sich jeder in einen unauflöslichen ethischen Widerspruch, der einen Hund hält und als Mitglied der Familie sieht, sich gleichzeitig aber die Leichenteile von eher noch intelligenteren Tieren wie Schweinen einverleibt. Außer Sadisten empört sich jeder Mensch über Tierquälerei, die Tierquälerei zu Konsumzwecken wird aber von der Gesellschaft akzeptiert und gedeckt – gleichzeitig aber gut versteckt. *Das* ist irrational und Prof. Melanie Joy hat dieses unsichtbare, irrationale und gewaltsame Glaubenssystem erstmals mit einem Begriff belegt und damit sichtbar gemacht: Karnismus.
    (Siehe z.B. hier: http://vebu.de/tiere-a-ethik/soziologie-und-psychologie/1476-karnismus)

    Von einer Plattform für skeptisches, rationales Denken würde ich erwarten, dass sie nicht Artikel verlinkt, die stereotype Vorurteile bedienen, die die eigenen Vorstellungen und Gewohnheiten bestätigen, sondern dass sie gerade auch Mehrheitsvorstellungen kritisch hinterfragt, wenn diese keine rationale Grundlage haben.

    Von den ethischen Gründen abgesehen, gibt es noch viele weitere durch und durch rationale Argumente für eine vegane Ernährung: So müssen z.B. für die Herstellung einer Kilokalorie aus tierischen Produkten wesentlich mehr natürliche Ressourcen ver(sch)wendet werden als für die einer Kilokalorie aus pflanzlicher Nahrung. Die gesamte Weltbevölkerung könnte auf pflanzlicher Basis problemlos ernährt werden, aber man bräuchte zwei bis drei Planeten Erde, wenn alle Menschen die Menge an Tierprodukten verbrauchen würden, die hierzulande als „normal“ und „ausgewogen“ gilt. Die heutige Produktion von Lebensmitteln tierlicher Herkunft hat einen verheerenden CO2-Fussabdruck, vernichtet Trinkwasserreservoirs und Regenwälder (für die Futtermittelproduktion), rottet Fischbestände aus, und und und.

    Schließlich sprechen auch gesundheitliche Erwägungen *für* und nicht gegen eine vollwertige pflanzliche und fettarme Ernährung, mit der sich sämtliche Wohlstandkrankheiten wie Typ-II-Diabetes, Arteriosklerose und damit Herzinfarkte und ischämische Schlaganfälle vermeiden lassen. Dabei ist das Thema Vitamin B12 unter heutigen Veganerinnen und Veganern gar keines mehr. Wer sich ein bisschen informiert und zu folgerichtigem Schließen fähig ist, supplementiert mit risikolosen Präparaten für unter 50€ im Jahr oder nimmt eine geeignete Zahncreme, die eben außer Fluor auch noch B12 enthält. Die Koryphäe in der deutschen Ernährungsmedizin, Prof. Dr. Wechsler, bezeichnet eine Ernährung, die tierische Produkte gänzlich meidet, als „durchaus gesundheitsfördernd, zeitgemäß und zukunftsweisend“.
    (Siehe hier: http://www.vebu.de/menschen/interviews/1724-wechsler-empfiehlt-fleischlose-ernaehrung.)

    Also bitte liebe Brights-Blogger: Bleibt der Ratio treu. Veganismus-Bashing a lá Mühlbauer beruht auf irrationalen Vorurteilen und sollte hier keinen Platz haben. Mit so etwas diskreditiert ihr nur Eure eigene Sache.

    P.S.: Philipp Möller müsste den Brights doch bekannt sein? Er bezeichnet sich als „gottlos glücklich“ und „pflanzlich satt“, was dafür spricht, dass auch er sich Argumente für eine vegane Ernährungsweise zu eigen gemacht hat.

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    1. Die inselbegabten Apologeten des Veganismus scheinen dem Autoren des Artikel recht zu geben. Nirgendwo, noch nicht mal bei den Religiösen ist der Beißreflex so ausgeprägt wie bei den Veganern. Hat was raubtierhaftes.
      Dieses Blog bringt in der Hauptsache Informationen aus der Welt der Religioten und… sind wir deshalb religiös? Wer Lesen kann ist klar im Vorteil.
      Hauke

      Also bitte liebe Brights-Blogger: Bleibt der Ratio treu. Veganismus-Bashing a lá Mühlbauer beruht auf irrationalen Vorurteilen und sollte hier keinen Platz haben. Mit so etwas diskreditiert ihr nur Eure eigene Sache.

      Das ist so blöd wie falsch. Ich warte auf den Beweis des Gegenteils, dass Veganismus nicht zu kognitiven Dissonanzen führt.
      Und hört auf uns sagen zu müssen wer und vor allem was wir sind.

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  2. dann war der Verfasser wohl „extremer Veganer“. Typisch für solchen esoterischen Antiveganismus die völlige Ignoranz der Realität, die sich auf Bildzeitungskarikaturveganer statt auf echte bezieht. Selbstverständlich supplementieren verantwortliche Veganer (also nicht Veganköstler, die irgendwelche obskuren Diäten praktizieren, sondern Realveganer, die Tierausbeutung vermeiden, was nichts mit Diären zu tun hat) B12 und leiden nicht an irgendwelchen Mangelerscheinungen – im gegensatz zu Unveganern, denen es regelmäßig an Folsäure und an Ethik mangelt. Nunja, wer sich auf die DGE bezieht (in deren Beiräten offziell Vertreter der Mordindustrie sitzen http://veganismus.de/vegan/faq-rechtfertigungsversuche.html#dge) ,,,

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  3. „Ob diese Einschätzung mit einem B12-Mangel des FAQ-Verfassers zusammenhängt, ließe sich wohl erst durch eine eingehende ärztliche Untersuchung ermitteln.“ Was soll dieser völlig sachfremde, persönliche Angriff? Ich verstehe nicht, dass diese Diffamierung und dieses traurige ad-hominem hier verlinkt werden.

    B12 Mangel ist vor allem bei alten Menschen ein epidemiologisch bedeutsames Problem. Etwa ein Drittel der über 60jährigen ist unterversorgt. Veganer sollten in jedem Fall supplimentieren. Dann ist eine vegane Ernährung unbedenklich, sogar gesundheitsförderlich, weil sie das Risiko der gefährlichen Zivilisationskrankheiten mit hoher Mortalität (kardiovaskuläre und maligne Erkranungen) signifikant verringert.

    Die weltgrößte Oragnisation von Ernährungsexperten (ADA) schreibt dazu:

    „It is the position of the American Dietetic Association that appropriately planned vegetarian diets, including total vegetarian or vegan diets, are healthful, nutritionally adequate, and may provide health benefits in the prevention and treatment of certain diseases. Well-planned vegetarian diets are appropriate for individuals during all stages of the lifecycle, including pregnancy, lactation, infancy, childhood, and adolescence, and for athletes.“

    Klicke, um auf 2009_ADA_position_paper.pdf zuzugreifen

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