Ungelöste Rätsel der Wissenschaft


universeWas ist Dunkle Materie? Wie endet das Universum? Gibt es nackte Singularitäten? Die Wissenschaft kennt noch viele Rätsel – eine Auswahl der spannendsten

Von Matthias Matting TELEPOLIS

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“. Auf der Suche nach Erkenntnis könnte man dieses dem Philosophen Sokrates zugeschriebene geflügelte Wort als einzig feststehende Tatsache betrachten. Dabei handelt es sich dabei um eine ungenaue, ja verfälschende Übersetzung aus dem Griechischen. „Ich weiß, dass ich nicht weiß“ fordert dazu auf, Annahmen, Scheinwissen, von bewiesenen Tatsachen zu trennen – wenn Forscher Wissen schaffen wollen, funktioniert das nur, wenn man sich gleichzeitig klar macht, welche Fragen noch unbeantwortet sind. Oft genug ist das sogar der spannendere Teil der Wissenschaft, wie unsere kleine Zusammenstellung zeigen soll.

Dass das Universum, wie wir es kennen, aus einer Singularität entstand, gilt als sicher – wenn auch der genaue Mechanismus mit den heutigen Mitteln der Physik nicht aufzuklären ist. Die Frage nach dem „davor“ ist im engeren Sinn genauso unsinnig wie die Frage, was sich „hinter“ dem Universum befindet, denn im Urknall entstanden Raum und Zeit erst. Ein Davor gibt es in diesem Sinne nicht. Die Kosmologie lässt die Frage nach Vorgänger-Universen aber trotzdem zu. Je nach Theorie kommt sie dabei zu unterschiedlichen Antworten.

Was war vor dem Urknall?

Die Stringtheorie etwa baut den Kosmos aus eindimensionalen Saiten (Strings) und mehrdimensionalen Flächen (Branes) auf, deren überzählige Dimensionen in der Raumzeit auf bestimmte Arten aufgewickelt sind. Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, die Membranen und Strings aufzuwickeln, und je nachdem, welche man wählt, entsteht ein andersartiges Universum. Insgesamt sind so 10100 verschiedene Universen möglich.

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