Die Zukunft der Kirche ist freikirchlich


Jürgen Moltmann (Bild: Wikimedia Commons/Giacomopipita, CC-BY-SA 3.0)
Jürgen Moltmann (Bild: Wikimedia Commons/Giacomopipita, CC-BY-SA 3.0)

Die Zukunft der Kirche ist nach Ansicht des Tübinger Theologieprofessors Jürgen Moltmann freikirchlich geprägt.

idea.de

In einem Interview mit dem evangelischen Magazin „3E“, das vom Bundes-Verlag (Witten) herausgegeben wird, sagte der 87-Jährige, er erwarte dies zwar nicht mehr in seiner und der nächsten Generation – „aber so wie die Entwicklung läuft, sehe ich, dass die Zukunft der Kirche eine freiere und freiwilligere sein wird“. Wachstum, Veränderung und Mission seien keine Aufgaben „der Landeskirchen von oben, sondern der Christen von unten“. Die eigentliche Kirche sei die versammelte Gemeinde am Ort, die durch das allgemeine Priestertum der Glaubenden geformt werde. Moltmann: „Kirche funktioniert auch ohne Landeskirchenämter und die vielen Referenten. Die Bürokraten behindern und lähmen die Arbeit vor Ort.“ Dies habe der reformierte Theologieprofessor Karl Barth (1886-1968) auch so verstanden. Er habe nicht von Kirche und Staat, sondern von der Christen- und Brüdergemeinde gesprochen.

weiterlesen