Schweiz: Kirchliche Schnappatmung wegen Lehrplan 21


Lehrplan 21: In die Schule gehört Bildung und nicht Religion. Ist das schon Diskriminierung? Foto: Peter Lauth ex-press.ch
Etablierte religiöse Kreise (sprich: Landeskirchen und ihre Parteigänger) sehen ihre Interessen im Lehrplan 21 unterrepräsentiert und sich selbst diskriminiert, weil sie Gleichbehandlung erfahren: Skandalon!

Von Valentin Abgottsponnews.ch

Im Dezember des abgelaufenen Jahres konnte man den Medien entnehmen, dass die Bischofskonferenz mit dem Entwurf des Lehrplans 21 nicht zufrieden sei. Auch die evangelische Kirche pflichtete bei und die EVP hing an die grosse mediale Glocke, dass im Lehrplan 21 «zu wenig Jesus stecke». Das Christentum habe gefälligst privilegiert zu werden. Es habe Grundlage der Volksschule zu sein.

Man kann das alles auch unaufgeregter als die religiöse Lobby sehen. Objektiv, angemessen. Beim Lehrplan 21 handelt es sich um ein Harmonisierungsprojekt von 21 Kantonen. Mit ihm soll ein Verfassungsauftrag umgesetzt werden und ohne allzu viel Zentralisierung soll doch eine gewisse Vereinheitlichung stattfinden, so dass z.B. der kantonsübergreifende Wohnortswechsel von Familien mit schulpflichtigen Kindern leichter vonstatten gehen kann. Im aktuellen Entwurf werden in verschiedensten Bereichen die Kompetenzen festgelegt, über welche Schülerinnen und Schüler verfügen sollen.

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