Kritik an evangelikaler Judenmission


Stephan J. Kramer, Bild: ddp
Kritik an der evangelikalen Bewegung in Deutschland hat der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer (Berlin), geübt.

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Wie er in einem Beitrag für die Zeitung „Politik & Kultur“ des Deutschen Kulturrats schreibt, sollte sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) deutlicher als bisher von Missionierungsversuchen „von bestimmten evangelikalen Kreisen“ distanzieren. Diese stellten zwar „keine existenzielle Gefahr für uns heutige Juden“ dar, seien aber „ein unnötiges Ärgernis“. Kramer: „Wer Juden die Heilsfähigkeit abspricht, spricht dem Judentum letztendlich ebenfalls die Daseinsberechtigung ab. Das ist beleidigend.“ Selbstverständlich wisse er, dass es in der EKD massiven Widerstand gegen die Judenmission gebe. So habe der jetzige EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider bereits 2009 als Präses der rheinischen Kirche, erklärt, Christen beschritten damit einen „theologischen Irrweg“.

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