Pastafarianer und Jedi-Ritter: Was ist Religion?


Das Science-Fiction-Universum von „Star Wars“ hat weltweit eine große Fangemeinde. Mancherorts gibt es aber auch Menschen, die den daraus entnommenen „Jediismus“ als ihre Religion bezeichnen.Bild: orf.at
In der Diskussion über das Verhältnis zwischen Religion und Staat taucht immer wieder die Frage auf, was denn eigentlich eine Religion ist. Beantwortet ist diese Frage freilich selbst von jenen Wissenschaften, deren Forschungsgebiet die Religionen sind, bis heute nicht.

Von Michael Weiß religion.ORF.at

Die Satanisten im US-Bundesstaat Oklahoma wollen Gleichberechtigung. Weil christliche Gruppierungen vor dem dortigen Parlament eine Tafel mit den Zehn Geboten aufgestellt haben, wollen sie nun ebenfalls ein Denkmal, nämlich eine Teufelsstatue, aufstellen. Zahlreiche andere Gemeinschaften haben ebenfalls Denkmäler beantragt, nun sind die Gerichte gefragt – mehr dazu in Satanisten stellen Denkmalpläne vor (news.ORF.at).

Was zunächst bloß wie ein Schrei nach Öffentlichkeit aussieht, hat auf juristischer Ebene durchaus einen ernsthaften Hintergrund. Dass unterschiedliche religiöse Gemeinschaften vor dem Gesetz gleichberechtigt sein müssen, leuchtet ein. Aber wer bestimmt, was als Religion zu gelten hat? Nicht nur Staaten, die ihr Verhältnis zu verschiedensten religiösen Gruppierungen bestimmen müssen, sondern auch die Wissenschaft beißt sich an dieser Frage die Zähne aus.

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2 Comments

  1. „Religion“ findet in dem Teil des menschlichen Gehirns statt, der dem Verstand der Besessenen nicht zugänglich ist. Er befindet sich auf der gleichen Ebene wie naives, kindliches Wunschdenken. Bezeichnend ist, dass es gerade diese Menschen sind, welche in Armseeligerweise glauben für unsere Welt unentbehrlich zu sein und die sich, auch aus anerzogener Feigheit vor der Realität, auf die „angeblich“ sichere Seite verschlagen und, von der höllischen Angst vor der Nichterfüllung ihrer Hirngespinste beseelt, sich an solchem traumtänzerischen Selbstbetrug, unter dem Deckmäntelchen „Religion“, aufgeilen. Universell gesehen spielt das zwar überhaupt keine Rolle. Aus evolutionärer, auf sehr lange Zeiträume bezogener Sicht betrachtet, wird die selbsternannte „Krone der Schöpfung“, auf dieser postneolithischen Basis, aber wohl kaum noch in der ersten Reihe mittanzen können.

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  2. Mein Glaube an das heiliege FSM ist mehr als Satire. Es ist echter Glaube. Ich bin echter Priester und echter Guru.

    Ich bin weiters dafür, dass neben staatl. finanzierten Theologiefakultäten auch staatl. finanzierte Pirateriefakultäten entstehen sollen.

    Ramen.

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