Lackner: „Zölibatäres Leben ist nicht der Idealtypus gelebter Sexualität“


foto: apa/gindl
Die Kirche müsse sich mehr um Geschiedene kümmern, sagt Erzbischof Lackner.
Für Franz Lackner war die Entscheidung für Salzburg auch eine Frage des Gehorsams. Dass Frauen nicht Priesterinnen werden dürfen, habe für sie auch Vorteile.

Interview | Thomas Neuhold, Stefanie RuepderStandard.at

STANDARD: Sind sie in Salzburg schon angekommen?

Lackner: Ja, schon. Obwohl ich noch sage „wir in Graz“. Da merke ich, ich bin doch noch nicht ganz da. Es ist turbulent und sehr emotional, aber ja, ich bin da.

STANDARD: Haben sie schon eine Laufstrecke?

Lackner: Gehend habe ich geschaut, wie das bei der Salzach ist. Super. Aber ich bin noch nicht dazu gekommen. Ich habe gemerkt, dass ich beim Marathon im Mai nicht mitlaufen kann. Da ist ein Hochamt im Dom, da kann ich unmöglich Marathon laufen. Sonst müsste ein anderer das Hochamt halten. Da werde ich gesteinigt. (lacht)

STANDARD: Aber das Volk ist doch beim Marathon.

Lackner: (lacht) Nicht nur, beim Hochamt sind auch Menschen.

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