Wenn Christen beten – Tote bleiben tot, Katastrophen katastrophal


Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Mit zwei weltweiten Gebetsaktionen starten Christen ins neue Jahr. Dabei wollen sie Gott das anvertrauen, was ihnen und den Menschen unserer Tage zu schaffen macht. Was geschieht, wenn Christen beten?

Deutsche Welle

„Wenn et Bedde sich lohne däät, wat meinste wohl, wat ich dann bedde däät.“ Wenn das Beten sich lohnen würde, was meinst du wohl, wie ich dann beten würde, sang die Kölsch-Rock-Gruppe BAP vor Jahren. Dass sich das Beten lohnt, davon sind Gläubige vieler Religionen zutiefst überzeugt – auch Christen.
So starten traditionell im Januar zwei große weltweite Gebetsaktionen. Seit Sonntag (12.01.) läuft die älteste überkonfessionelle Gebetsinitiative überhaupt. Die Allianz-Gebetswoche startete zum ersten Mal 1846 in London. Allein in Deutschland werden diesmal etwa 300.000 Christen aus evangelischen Landes- und Freikirchen an rund 1.100 Orten teilnehmen. Sie beten für Frieden in der Welt, für mehr Gerechtigkeit, für die Bewahrung des menschlichen Lebens, für verfolgte Christen.
Bei der Gebetswoche für die Einheit der Christen steht vom 18. Januar an die weltweite ökumenische Verbundenheit der Gläubigen unterschiedlicher Konfessionen im Mittelpunkt. Diese Initiatve gibt es seit 1908 und wird seit 1968 gemeinsam von dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und dem Ökumenischen Rat der Kirchen verantwortet.

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1 Comment

  1. Vermutlich verlangt die soziale Natur des Menschen einfach so stark nach einem Partner, dass man ihn sich einfach nur intensiv genug vorstellen muss, um das Bedürfnis nach Nähe und Kommunikation und Wertschätzung zu befriedigen. Offensichtlich lebt so manch Bedrängter in einer – wenn auch nur gedanklichen – Gemeinschaft unbeschwerter, hoffnungsvoller und erfüllter. Viele Menschen brauchen offenbar ein allmächtiges »Du«, dem sie ihre Wünsche, Hoffnungen, Verzweiflung oder empfundene Bedeutungslosigkeit anvertrauen können. Der Gottesglaube also eine Folge der sozialen Natur des Menschen und damit ein Ergebnis der Evolution?

    Wikipedia schreibt zum Stichwort »Autosuggestion« geradezu aufklärend:

    »Autosuggestion ist der Prozess, durch den eine Person ihr Unbewusstes trainiert, an etwas zu glauben. Dies wird erreicht durch Selbsthypnose oder wiederholte Selbst-Affirmationen, und kann als eine selbstinduzierte Beeinflussung der Psyche angesehen werden. Die Wirksamkeit der autosuggestiven Gedankenformeln kann durch mentale Visualisierungen des angestrebten Ziels erhöht werden. Der Erfolg der Autosuggestion wird umso wahrscheinlicher, je konsistenter und länger (bzw. öfter) sie angewendet wird.« Und weiter heißt es:

    »Bei der Autosuggestion wird derselbe formelhaft umrissene Gedanke über längere Zeit in Form mentaler Übungen wiederholt, bis er zum festen Bestandteil des unbewussten Denkprozesses geworden ist. Je nach weltanschaulichem Hintergrund wird erwartet, dass sich dieser Gedanke in Überzeugungen oder Tatsachen verwandelt. Typische Wege, den eigenen Geist durch Autosuggestion zu beeinflussen, sind: sich die Auswirkungen einer Überzeugung bildlich vorzustellen, sie verbal zu bekräftigen oder sie mental durch permanente Wiederholung zu vergegenwärtigen (innerer Sprechgesang).« Und schließlich:

    »Autosuggestionen sind auch Bestandteil esoterischer und okkulter Verfahren.« Ich ergänze: ganz allgemein religiöser Systeme.

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