Russisch-orthodox: Schlange stehen am Wasserloch im Eis


foto: ap/lovetsky In Woronesch herrschte bei relativ milden minus 12 Grad großer Andrang. Dreimal müssen die Gläubigen im eiskalten Wasser, dem heilende Kräfte nachgesagt werden, untertauchen
Heiliges Wasser, gib mir Kraft: In Russland baden die orthodoxen Gläubigen am 19. Jänner im Eiswasser

Von André BallinderStandard.at

Tief verschneit liegt die kleine gelbe Marienkirche mit den fünf grünen Kuppeln am Admiralitätsufer des Woronescher Stausees. Den ganzen Tag schon hat der Himmel seine weiße Pracht über der Millionenstadt ausgeschüttet. Jetzt, gegen Mitternacht, ist das Thermometer auf minus zwölf Grad abgesackt, und immer noch fegt der Wind mit unbarmherziger Gewalt den Schnee aus den Wolken.

In der Kirche hält Vater Artjemi in weißer Robe die Mitternachtsmesse. Das Gotteshaus ist so voll, dass ein Kosake dem Geistlichen den Weg ebnen muss, als der sich mit seinem Weihrauchfass aus dem ikonengeschmückten Altarraum in den Gemeindesaal aufmacht, um Kirche und Gläubige zu segnen. „Alles Gute zum Fest“, grüßt der Geistliche die Menge.

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1 Comment

  1. „Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis“
    Das Gehirn ist bei den Spinnern bestimmt schon vor dem dreimaligen Untertauchen eingefroren gewesen 🙂

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