Erzbistum Chicago veröffentlicht Missbrauchs-Akten


Holy Name Cathedral in Chicago, Bild: wikimedia
Die meisten der Geistlichen, um die es geht, sind offenbar nie bestraft worden. Im Gegenteil: Würdenträger der katholischen Kirche schützten die Täter über Jahrzehnte hinweg. Doch jetzt unternimmt das Erzbistum Chicago einen Schritt zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals.

Süddeutsche.de

Es geht um 30 Priester, die sich über Jahrzehnte hinweg des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht haben. Die meisten der Geistlichen, um die es geht, seien nie bestraft worden, schreibt die Chicago Tribune. Im Gegenteil: Würdenträger der katholischen Kirche hätten die Täter gedeckt, „geblendet von dem Glauben an eine zweite Chance und an Vergebung“. Außerdem habe die Führung der Kirche einen Imageschaden befürchtet.

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3 Comments

  1. In den Anfangszeiten der US Jagd nach Kinderfickern ware die Kosten per Opfer noch 1,3 Millionen US$/Opfer. Der Jesuitenorden und 9 US-Bistümer sind insolvent, weitere folgen. Eine Sammelklage geht über 660 Mio. US$ Entschädigung für 508 Opfer missbraucht von 448 pädophilien Priestern.

    Etwa 70 der 109 US-Bischöfe betreiben aktive Mißbrauchsvertuschung, 12 sind zurückgetreten, 35 in Rente, 15 befördert und 3 verstorben. Bis 2002 hat man nur 350 pädophile Priester von etwa 6.000 entlassen, 218 im Jahr 2002. Die Erzbistum Philadelphia entlässt bis 2011 nur 21 pädophile Priester, Monsignore William Lynn deckt 22 Jahre lang seine Kinderficker, vertuscht deren sexuellen Missbrauch und erhält 7 Jahre Gefängnis. Ähnlich handeln Diözesen wie Boston, Fort Worth, San Diego, Davenport, Portland, Louisville usw.

    Man kann die US-Kinderficker der RKK im Detail nachlesen unter
    http://www.bishopaccountability.org/

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  2. „Bereits seit 2002 würden sämtliche Verdachtsfälle innerhalb der katholischen Kirche umgehend den zuständigen staatlichen Behörden zur Prüfung übergeben.“ Quelle SZ

    Offensichtlich wirken die von den US Gerichten verhängten drastischen Schadensersatzzahlungen von – im Schnitt 100.000US$ pro pädophilem Opfer durch einen Priester. Quelle: NewYorkTimes. Die US Diözesen hat dieser „Spass“ seiner Päderasten inzwischen mehr als 3 Millarden US$ gekostet. 🙂 Einige Diözesen versuchen nun sogar durch Flucht in die Zahlungsunfähigkeit, um die Opfer der pädophilen Priester um den gerichtlich festgelegten Schadensersatz zu prellen. 😦

    Ausserdem wurden der katholischen Kirche in einigen US Bundesstaaten bei Kindsmissbrauch – wie bei uns in Frankreich – der Weg in das Beichtgeheimnis versperrt: Bischöfe werden nun belangt und zu Gefängnis verurteilt, wenn der Verdacht auf Kindsmissbrauch nicht sofort der Polizei gemeldet wird. 🙂

    ….und beim Geld versteht die Kiche wirklich keinen Spass. 🙂

    Nur bei uns kommt eine Strafverfolgung des kirchlichen Kindsmissbrauchs nicht voran. Es handelt sich ja bei der katholischen Kirche um eine öffentlich-rechliche Körperschaft, die mit der Bundesrepublik durch einen von Hitler 1933 ausgehandelten Staatsvertrag, das skandalöse „Reichskonkordat“ immer noch freundschaftlich (zum Nachteil der Missbrauchsopfer?) verbunden ist. 😉

    Die Opfer müssen sich immer noch -alleine- mit einer ungeheuer mächtigen Täterorganisation, die Kirche herumschlagen…die bei der Opferentschädigung – anders als beim Bau eigener Paläste – „Geiz ist geil“ spielt. 😦

    Sogar eine von der Bischofskonferenz grossmäulig angekündigte „externe Aufklärung des Kindsmissbrauchs“ durch den Kriminologen Pfeiffer wurde wegen der für die deutsche Kirche desaströsen Ergebnisse durch die Bischöfe abgebrochen. 😦 😦

    Auch ein MeldeGesetz zum Schutz von Kindern gegen Missbrauch durch die Diözesen, die Arbeitgeber pädophiler Priester ist wegen der politischen Macht der katholischen Kirche bei uns nicht durchzusetzen.:-( 😦

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_römisch-katholischen_Kirche

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