Wie passt Beten wohl zum Töten?


Bild: kna, bearb.:bb
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Kölner Friedensfreunde protestieren gegen den katholische Soldatengottesdienst

ND

Es ist kurz nach halb neun morgens, auf dem Platz vor dem Kölner Dom sammeln sich Soldaten in Uniform. Auf den Treppen vor dem Zugang zum Haupteingang steht neben Polizisten ein Mann mit einem schwarzen Plakat in Kreuzform. »Wie passt Beten wohl zum Töten?« steht darauf. Ein Polizist geht auf den Mann mit dem grauen Bart zu. In fünf bis zehn Minuten müsse der Mann gehen, sagt er und weist auf das Plakat. »Diejenigen, die gleich ihre Religion ausüben wollen, fühlen sich nicht so gut, wenn sie das lesen«, erklärt er. Wenig später fassen zwei Polizisten den Mann unter und führen ihn weg.

Im Kölner Dom findet am Donnerstag der katholische Soldatengottesdienst statt, der seit 1977 zu Jahresbeginn in der rheinischen Metropole gefeiert wird. Mehr als 1000 Soldaten und Soldatinnen aus rheinischen Seelsorgebezirken sowie Angehörige ausländischer Streitkräfte sind gekommen, um die Predigt »Geschwisterlichkeit: Grundlage und Weg für den Frieden« des Kölner Kardinals Joachim Meisner zu hören. Die Bundesregierung ist durch die Staatssekretäre des Bundesverteidigungsministeriums vertreten. Die – evangelische – Bundesverteidigungsministerin Ursula van der Leyen ist nicht dabei.

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3 Comments

  1. GG Paragraf 5: (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten…. nicht jedoch im Beisein von Meisner. 😉 😉 …. im Mittelalter sperrten mutige Kölner Bürger ungelegene Bischöfe und Kurfürsten einfach aus der Stadt aus; die dann nach Brühl und Bonn ins Exil mussten. 😉 😉 Nun sperrt die Polizei die Kölner Bürger aus….. als eine Art von demokratischem Fortschritt? 🙂 🙂

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  2. Eine sehr alte Frage, auf die seitens der Religion nie eine Antwort gefunden wurde – außer „das muss man aber glauben“

    Epikur (341-271 v.C.) erkennt das Dilemma: „Entweder will Gott alles Leid der Welt beseitigen und kann es nicht, oder er könnte es, will es aber nicht“. Die gerechten Kriege mit Genoziden und Ethnoziden haben zu 95% Christen mit gesegneten Waffen geführt, die Priester jagen die Gläubigen mit Versprechen von glorreichen Siege ins Elend, verteufeln die Feinde, verspotten die Kriegsopfer als schwach im Glauben und schwindeln den Überlebenden Geld für Protz und neue Kirchen ab. Dem Feind verspricht die gleiche Religion ebenfalls glorreiche Siege durch Zombies Hilfe und garantiert ewige Gnade gegen Spenden, totale Verarschung von Vollidioten.

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  3. „Wie passt Beten wohl zum Töten?“
    Nichts kann absurt genug sein, damit es eingefleischte Religioten nicht passend machen könnten. Jeder der schon einmal in der Bibel geschmökert hat weiss, sowohl Beten als auch Töten sind feste Bestandteile der christlichen Lehre. Passt also alles. 😦

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