Tief unter dem Meeresboden übernehmen Viren die Rolle der Räuber


foto: deutsches geoforschungszentrum gfz Das Aufnahme mit einem Transmissions-Elektronenmikroskop zeigt Viren aus dem tiefen Meeresboden. Die Viren setzen sich an der Oberfläche von Bakterien fest und injizieren ihre DNA in die Zellen, aus denen neue Viren hervorgehen.
In alten, nährstoffarmen Ozeansedimenten leben bis zu 225 Mal mehr Viren als Mikroben und stellen damit größten Anteil der dortigen Biosphäre.

derStandard.at

Extreme Lebensräume bringen auch extreme Lebensgemeinschaften hervor. Dies gilt auch für Gemeinschaften von Mikroorganismen, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt: Deutsche Wissenschafter haben festgestellt, dass tief in alten und nährstoffarmen Meeressedimenten Viren die Rolle der Räuber übernommen haben. Die Forscher fanden in dort bis zu 225 Mal mehr Viren als Bakterien vor. Damit stellen in diesen extremen Biotopen nicht mehr die bakteriellen Mikroorganismen die größte Fraktion der lebenden Biomasse dar.

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