Zölibatäre Liebe


Niklaus Brantschen, Bild: wikimedia
Ein Jesuit und Zen-Lehrer über seine vierzigjährige Beziehung mit einer Nonne

Von Ulrike HeitmüllerTELEPOLIS

Eine Ordensfrau und ein Jesuit verlieben sich. Sie werden ein Paar, ohne dass sie ihre Gelübde brechen. Das heißt: Sie verzichten auf Sex. Ihre Beziehung hält seit 40 Jahren. Darüber haben sie jetzt mit Unterstützung der Berliner Journalistin und Autorin Christa Spannbauer ein Buch geschrieben: Niklaus Brantschen und Pia Gyger, Es geht um die Liebe – Aus dem Leben eines zölibatären Paares.

Pia Gyger, Jahrgang 1940, trat mit 27 Jahren ins Katharina-Werk ein, eine religiöse Gemeinschaft, die Jugendlichen mit schweren Persönlichkeitsstörungen half. Einige trugen damals noch ein Ordensgewand, andere nicht – wie Frau Gyger, die sich an ihre Miniröcke und Lippenstifte erinnert.

Niklaus Brantschen, Jahrgang 1937, trat mit 22 Jahren in den Jesuitenorden ein – dafür hatte er sich schon als Schüler interessiert – und zwar, weil er geheimnisvoll war (und zu der Zeit in der Schweiz auch verboten).

Frau Gyger und Herr Brantschen sind beide Zen-Meister, haben mehrere Bücher geschrieben und gemeinsam das Lassalle-Institut für Zen-Ethik-Leadership, eine Zen-Linie und die Kontemplationsschule Via Integralis sowie das Friedensprojekt Jerusalem – offene Stadt zum Erlernen des Friedens in der Welt gegründet.

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