Tierethik: Wer Tierrechte will, bahnt der Euthanasie den Weg


tierrechteHilal Sezgin will Tiere als Individuen mit eigenen Rechten anerkennen. Für die Gesellschaft hätte das fatale Folgen. Denn eine rigorose Tierethik setzt zentrale Menschenrechte außer Kraft.

Von Eckhard FuhrDIE WELT

Ein persönliches Wort zu Beginn: Der Autor dieses Artikels hat sein Leben in enger Gemeinschaft mit Tieren verbracht und gedenkt, diese Lebensweise fortzusetzen, zu der für ihn auch gehört, Tiere zu töten und zu essen. Weil er glaubt, dass die Freiheit am artgerechtesten ist, bevorzugt er Wild.

Nach dem Kategoriensystem, mit dem Tierrechtler die Entfernung zum moralischen Stand der Erleuchtung angeben, gehört er deshalb nicht zu den „absoluten Speziesisten“, denen Tiere völlig schnuppe sind, sondern zu den „radikalen Speziesisten“, die sich immerhin ein paar Gedanken um das Tierwohl machen.

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5 Comments

  1. Zur Überschrift. Wer an den heiligen Zombie im Himmel glaubt, der will Euthanasie und alles „unwerte“ Leben vernichten bzw. vergasen. Das nennt man christlich, wobei „unwert“ auf alle Tiere und Menschen zutrift die nicht Zombie anbeten

    Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933 entspricht Forderungen der Anstaltsleiter der evangelischen Inneren Mission 1931 in der Treysaer Erklärung formuliert. Behinderte, Blinde, Taube, Stumme, Epileptiker, Alkoholiker, Homosexuelle, seelisch Kranke und auch politische Gegner werden als „schwachsinnig“ weggesperrt. Ab 1940 werden die Aussortierten vergast, was schon auf der Konferenz in Treysa gefordert wird.

    Karl Todt, Direktor der evangelischen Heilerziehungs- und Pflegeanstalt und andere Diakonie-Leiter feiern das NAZI-Gesetz von 1933 zur Verhütung erbkranken Nachwuchses: „Wie freudig begrüßten wir die rassenpflegerischen Maßnahmen unseres Führers, die der Auftakt sind, die Übel von der Wurzel an zu bekämpfen. So stehen wir zum Dienste bereit, Handlanger zu sein am Bau des Reiches Gottes und am Bau des neuen, des Dritten Reiches“. Die evangelische Pflegerin Pauline Kneissler der Euthanasie Anstalt Schloss Grafeneck wählt täglich 70 Patienten zur Vergasung aus. Sie rechtfertigt sich als frommer Christ da der „Tod durch Gas nicht wehtut“.

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  2. @Emporda
    Also stehst du nur Hunden und Katzen Menschenrechte zu, obwohl diese in anderen Kulturkreisen ebenso Nutztiere sind wie bei uns Schweine und Rinder.
    Nach welchen Kriterien gestehts du Tieren Menschenrechte zu, momentan erschliessen sich mir keine logischen oder moralischen Beweggründe, sondern rein gefühlsmäßige.
    Auch ich lebe nicht vegan, aber ich gestehe es auch anderen Menschen zu, Katzen und Hunde als reine Nutztiere zu halten und behandeln. Alles andere find ich inkonsequent.

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  3. @Karsten
    Ich gestehe allen Hunden, Katzen usw. die gleichen Rechte zu, ohne bisher eine Grenze zu „Nutztieren“ gezogen zu haben. Ich lebe nicht vegan oder nach irgendwelchen anderem Quatsch

    Wir Hominiden sind vor fast 10 Millionen Jahren als aufrecht gehende Raubtiere evolutionär enstanden, jeder Versuch das innerhalb einer Generation zu ändern ist sinnlos. Schwer arbeitende Menschen kann man nicht vegan ernähren, das geht nur bei häkelnden Tanten der Grünen. Unsere Vorfahren wie der Ötzie und früher hatten einen Tagesbedarf über 5.000 kcal, versuch das einmal mit Gemüse zu decken

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  4. Hallo Emporda,
    stehst du nur deinem Hund umfassende Rechte zu, oder war dies nur ein Beispiel für deinen allgemeinen Umgang mit Tieren, lebst du also streng vegan?
    Es ist ein gravierender Unterschied, ob du jemanden nur anders behandelst, weil du ihn kennst oder aus moralischen Gründen allgemein so handelst.

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  5. Wir leben seit 12 Jahren mit einem Hund (Breton 20 kg) zusammen, den wir einst aus dem Tierheim „befreit“ haben. Es ist ein ungemein liebenswertes und fürsorgliches Tier, sehr verschmust und weiß trotzdem genau was sie will und wie sie es durchsetzt..

    Sie versteht den Ablauf im Haushalt genau und erinnert daran, wann das Licht an- oder ausgeschaltet, das Fernsehen ausgemacht,der Kaffe gekocht.werden mus und vieles mehr. Nach einem Stromausfall blinkt die Uhr im Küchenherd, was der Hund sofort bemerkt und uns mit viel Gebell mitteilt. Nicht das sie den Grund versteht, aber etwas ist anders und damit nicht in Ordnung.

    So ein Tier hat eine eigene ausgeprägte Persönlichkeit und das, was die Religoten gemeinhin als Seele verkaufen. Für und hat ein Tier Rechte vergleichbar mit den Menschenrechten. Wer das nicht einsieht, der sollte sich im Haus einen Bewegungsmeldeer installieren und vom Tonband bellen lassen. Das Bandgerät hat sicher keine Persönlichkiet, es kommt auch nicht und legt einem den Kopf in den Schoß wenn man einmal nicht so gut drauf ist. . .

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