Gaystapo und Katholiban – ein Ausflug ins homophobe Weihrauchmilieu


David Berger, Bild: wikimedia.org
Schwule Männer sehen sich in der Öffentlichkeit zunehmend mit dem Vorwurf einer neuen Christenverfolgung durch die „Homo-Lobby“ konfrontiert. Ein deutscher Bischof spricht gar von „Pogromstimmung gegenüber Katholiken“. Ein Ausflug ins homophobe Weihrauchmilieu

Von David BergerTELEPOLIS

Der stämmige Mann auf dem Talkshowsessel des SWR-Nachtcafés kämpft mit den Tränen. Der Deutschtürke Ibrahim Can erzählt davon, wie er im Juli 2008 vom Fenster der Ferienwohnung in Istanbul dabei zuschauen musste, wie sein Geliebter, Ahmed Yildiz von seiner eigenen Familie auf offener Straße hingerichtet wurde; wie er auf die Straße lief, wo sein Freund kurz darauf in seinen Armen starb.

Selbst in Zeiten des Gefühlsfernsehens merkt man den anderen Gästen und dem Moderator die sprachlose Ergriffenheit an. Lediglich die als strenge Vertreterin katholischer Moral geladene Publizistin Gabriele Kuby findet schnell die Sprache wieder. Und hält dagegen: Auch sie habe ein Problem, denn sie sei Christin und in unserer Gesellschaft werde es für Christen „außerordentlich eng“, wenn sie sich gegen Homosexualität aussprechen und sich gegen politische Forderungen Homosexueller zur Wehr setzen. Es könne doch nicht angehen, dass eine Mehrheit für eine Minderheit, dass für ganze 2,5 % Homosexuelle in der Bevölkerung nun alle Christen geopfert würden. Der Wortwechsel ist eine Schlüsselsituation für eine sich in der katholischen Kirche zuspitzende Lage: Man möchte sich selbst zunehmend als Opfer der Homosexuellen sehen, insbesondere der schwulen Männer. Selbst für den Papstrücktritt im letzten Frühjahr machten italienische Medien „schwule Netzwerke“ innerhalb des Vatikan verantwortlich, denen der Stellvertreter Christi auf Erden nicht mehr gewachsen gewesen sei.

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  1. In der RKK mit 405.000 Priestern und im Vakian sind die Homosexuellen zu gut 50% vertreten (Ranke Heinemann sagt 60%), es ist ein Refugium sexueller Glückseligkeit ohne Öffentlichkeit. Trotz endlos viel beten, innerer Einkehr und noch mehr Reue ändern sich die Gottesschwurbeler nicht – einmal schwul ist immer schwul

    Ein Bericht des spanischen Kardinals Julián Herranz belegt, die Homo-Seilschaften im Vatikan reichen in die engste Umgebung des Papstes, sexuell Normale machen dort keine Karriere. Den 300-seitigen Geheimbericht liest Papst Ratzinger vor seinem Rücktritt aus „Altersgründen“. Der schwule Theologe David Berger nennt im Buch „Der heilige Schein“ was real im Vatikan passiert. Er lebt fort Wand an Wand mit seinem schwulen „Cousin“, der kein Cousin ist, Papst Ratzinger hat dafür einen Privatsekretär. Nicht die Homosexualität ist das Problem, sondern das Leugnen, Betrügen und die Kriminalisierung.

    Priester tauschen sich darüber aus, wo man schwule Kontakte knüpft, wo beste käufliche Liebhaber und frequentierte Schwulen Kneipen zu finden sind. Auf dem Monte Mario haben Hunderte homosexuelle Priester für geheime Treffs Wohnungen gemietet. Die Zeiten wo Priester laufend ohne Hose in Parks erwischt werden, die sind vorbei. Das italienische Fernsehen berichtet in Panorama über wilde Partys von Priestern mit einem männlichen Escort Dienst. Höchste RKK Kreise wie das Staatssekretariat, die Gottesdienstkongregation und Andere nutzen das ausgiebig. Ein Ex-Priester beschuldigt 9 RKK Priester aus dem Vatikan Homo-Prostituierte durch den Ex-Polizisten Giuseppe Buonviso mit der Vermittlung williger Minderjähriger zu beauftragen. Die Kardinäle verurteilen Homosexualität nicht, nennen sie als „von Grund auf fehlgeleitet“ und schweigen verbissen – warum wohl?

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