Volker Beck und wie man zu Kreuze kriecht


Volker Beck, Bild: wikimedia.org
Beck im pro-Interview: „Ich entschuldige mich“
Volker Beck bezeichnet sich selbst als Christen, gilt aber als einer der größten Kirchenkritiker im Bundestag. Nun hat die Grünen-Fraktion den Kämpfer für Homosexuellen-Rechte zum Sprecher für Kirchenpolitik gemacht. pro hat er verraten, was die Religionsgemeinschaften nun von ihm zu erwarten haben und wie er heute mit dem Pädophilie-Skandal seiner Partei umgeht.

pro Medienmagazin

pro: Herr Beck, wenn Sie das Wort Christ hören – was denken Sie?

Volker Beck: Ich bin Christ. Die Bibel und die darin enthaltenen Erfahrungen von Menschen auf dem Weg zu Gott sind mir persönlich wichtig. Heute fällt mir dabei aber auch gerade spontan mein Kölner Kardinal Meisner ein: Ich habe mich über ihn geärgert, weil er sagte, eine katholische Familie sei ihm lieber als drei muslimische. Wie unchristlich! Alle Menschen sind doch Bild und Gleichnis Gottes, unabhängig von ihrer Religion oder sexuellen Orientierung. Dieser Respekt, der sich auch im Postulat der Nächsten- und Feindesliebe äußert, ist doch eine zentrale Grundlage von Judentum und Christentum. Die Feindesliebe ist wohl die größte Forderung Jesu, der sich anzunähern für uns alle eine Herausforderung ist, an der man täglich arbeiten muss.

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