Amigo Bavaria: Wer betrügt, der fliegt, gilt nicht für CSU-Landräte


Bild: MiGAZIN
Ministerpräsident Seehofer versucht die Affären des Miesbacher Landrats Kreidl herunterzuspielen. Doch das Thema hat längst die Landespolitik erreicht. Die CSU steckt im Dilemma.

Von Christian Sebald und Wolfgang WittlSüddeutsche.de

Zu Horst Seehofers angenehmen Seiten aus Sicht von Journalisten gehört es, dass sich der Ministerpräsident und CSU-Chef grundsätzlich zu allen aktuellen Themen äußert. Seehofer nimmt sich Zeit, antwortet höflich und in aller Regel unverblümt. Als er bei einem Wahlkampf-Auftritt in Ergoldsbach bei Landshut zum in die Kritik geratenen Miesbacher Landrat Jakob Kreidl (CSU) befragt wird, zeigt sich Seehofer reserviert. Die Finanzierung von dessen kostspieliger Geburtstagsfeier könne er „nicht beurteilen“, sagt er. Ob Kreidl inzwischen eine Belastung für die CSU sei? „Immer wenn ich mit ihm zu tun hatte, war die Zusammenarbeit sehr korrekt und sachbezogen“, sagt Seehofer. Der Fall sei eine „örtliche Angelegenheit“.

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