Plastik: Forscher kartieren Müllteppiche der Meere


Grober Plastikmüll am Ufer des Roten Meeres (nahe Safaga, Ägypten, Bild: wikimedia.org
Dass das Müllproblem in den Weltmeeren überhandnimmt, ist bekannt. Wie viele Plastikflaschen, -tüten und -feuerzeuge aber tatsächlich dort draußen herumtreiben, weiß bisher niemand so genau. Deshalb haben die Mitarbeiter des US-amerikanischen 5-Gyres-Instituts die fünf wichtigsten subtropischen Meeresströmungswirbel in monatelanger Arbeit kartiert.

Von Christine WesterhausDeutschlandfunk

Ein Spielzeug-Gorilla aus Plastik, ein Gebissschutz für Boxer, übersät von Seepocken und ein Koffer voll mit Krebsen. Auf ihrer Reise durch die größten Müllteppiche der Erde sind Marcus Eriksen und seinen Mitseglern allerlei Kuriositäten begegnet. 35.000 Meilen sind die Forscher insgesamt durch die Weltmeere geschippert und haben dort mit ihren Netzen Proben des Plastikmülls gesammelt.

„Wir konnten bestätigen, dass sich in allen fünf subtropischen Meeresströmungswirbeln Plastik ansammelt. Was wir aber auch gesehen haben ist, dass vor allem die küstennahen Gebiete Plastik eintragen. Es sammelt sich an, zerfällt und gelangt als Mikroplastik in die großen Strömungswirbel. Interessant war auch, dass wir die kleinsten Plastikteilchen, die etwa so groß sind wie Salzkörner, nicht in den Mengen gefunden haben, wie wir erwartet haben. Das bedeutet, dass irgendwas da draußen passiert, dass sie verschwinden lässt.“

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