Erklärung von CDU-MdB Michael BRAND zum Anbau von Genmais


Michael Brand, Bild: wikimedia.org
„Ich bin bekanntlich großer Skeptiker bei gentechnisch veränderten Lebensmitteln – solange die Risiken nicht ausgeschlossen sind, müssen wir hier sehr vorsichtig bleiben und dürfen ihn nicht anbauen. Mir wäre eine klare und restriktive Regelung auf EU-Ebene die richtige Entscheidung. Der Anbau wird bei uns auch wohl weiter nicht kommen, weil es dagegen bekanntlich noch Veto-Optionen gibt. Ich habe mich schon vor Jahren – wie andere auch – im Parlament als Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Naturschutz erfolgreich für striktere Regelungen eingesetzt, so dass riskante Gentechnik kein Einzug hält auf unseren Ackerflächen.

osthessen-news.de

Trotz der aktuellen EU-Entscheidung gilt für Osthessen weiterhin: ein Anbau ist nicht zu erwarten, weil es ein Veto auf Ebene der Bundesländer gibt, die wie ich den Genmais mit großer Skepsis betrachten. Ich bin wie der Ressortminister Friedrich ebenso dagegen wie die meisten Verbraucher. Deswegen ist auch klar, dass es eine Ausstiegsklausel geben muss. Der Antrag der Grünen im Bundestag wurde abgelehnt, weil es nicht um den Kern der Sache, sondern um eine taktische Finte ging – das hilft nicht zur Abwehr von Genmais, die Entscheidung fällt in Brüssel und jetzt bei der EU-Kommission oder später in den Bundesländern. Der Antrag der Grünen im Bundestag war keine Entscheidung in der Sache, sondern ein Show-Antrag – das ist im übrigen im Bundestag selten, und ich hätte mir gewünscht, dass dies in mancher Berichterstattung der letzten Tage auch wahrheitsgemäßen Widerhall gefunden hätte.“

1 Comment

  1. Es ist schlicht und ergreifend zum Kotzen, was sich da welche Abgeordneten auch immer aus welchen Staaten auch immer an Stuss herauslassen. Wann begreifen diese, und mit ihnen der smarte Plapperer Michael Brand, denn , dass das Hauptproblem der Grünen Gentechnik nicht in den möglichen gesundheitlichen oder epidemiologischen Auswirkungen von irgendwelchen eingeschleusten Gen-Variationen ausgehen; solche und ähnliche können genau so gut über Zuchtverfahren „natürlich“ eingecshleust werden.
    Das Hauptproblem liegt bei der Grünen Gentechnik liegt in der in den Neunziger-Jahren vor allem auf Druck der US-Firmen durchgedrückte Patentrecht, das nunmehr Patente auf Entdeckungen zulässt. Die mächtigen Saatgutfirmen drücken über dieses windig gewordene Patentrecht mit äusserst kalter Brutalität ihre gar nicht wohl erworbenen Rechte per anwaltlichen Druck weltweit durch. Herr Brand, wenn Sie doch noch etwas auf dem Kasten haben, gehen Sie das Problem mal von dieser Seite an und fragen mal in der EU, warum das EU-Patentamt in München mit penetranter Arroganz , trotz des vom EU-Parlament in grosser Mehrheit beschlossenen Patentverbots, weiterhin Patente auf gentechnisch veränderte Organismen vergibt.
    Da liegt der Hase im Pfeffer und nicht im weitgehend machtlosen Plapperkabinett von Brüssel mit ihren politisch korrekten Edelsprech polierenden Popanzen.

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