Gegenrede: Warum Homophobie unchristlich ist


Zwei lesbische Frauen bei einer Schein-Hochzeit vor der katholischen Kirche Sainte Clothilde in Paris. Foto: AFP/Getty Images
Wer sich der Homophobie rühmt, verletzt nicht nur den Konsens der Gesellschaft. Er kann sich auch auf keine christlichen Grundsätze berufen. Redakteur Lucas Wiegelmann antwortet Matthias Matussek.

Von Lucas WiegelmannDIE WELT

Eine Gegenrede, eine Erwiderung auf einen vorausgegangenen journalistischen Beitrag ist angemessen, wenn der Gegenstand, um den es geht, strittig ist.

Muss der Hartz-IV-Regelsatz angehoben oder gesenkt werden? Sollte sich die Bundeswehr stärker in Mali engagieren? Kann nur ein Erbe der Wagner-Familie die Bayreuther Festspiele leiten?

Die Frage, ob Homophobie gut oder schlecht ist, gehört nicht in diese Reihe. Weil sie unstrittig ist. Sie ist von dem gesellschaftlichen Konsens eindeutig beantwortet worden und indirekt auch im Grundgesetz (Menschenwürde) geregelt.

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