„Der heilige Geist lehrt keine Physik“


Foto: epd-bild/akg-images/De Agostini Picture
Der italienische Mathematiker und Astronom Galileo Galilei (1564-1642) war ein exakter Beobachter. Mit einem selbst umgebauten Fernrohr betrachtete er die Himmelskörper und war sich sicher: Das, was die Menschen seit jeher geglaubt hatten, war falsch. Die Erde ist nicht Mittelpunkt der Welt.

Von Christian Feldmannevangelisch.de

Vielmehr dreht sie sich gemeinsam mit anderen Planeten um die Sonne. 1633 zwang die Kirche ihn, die These zu widerrufen. Erst 1992 rehabilitierte sie ihn formal.

Vor 450 Jahren, am 15. Februar 1564, wurde Galileo Galilei in Pisa geboren. Nach seinem Widerruf vor der Inquisition soll er im Hinausgehen gemurmelt haben: „Und sie (die Erde) bewegt sich doch“. Doch für den berühmten Ausspruch gibt es keinerlei Belege. Er ist wohl auch nicht gefoltert worden, und seine Haft bei den Glaubenswächtern der Inquisition war nur kurz. Er hat sich in etlichen Behauptungen geirrt und seine Gegner sehr unklug provoziert.

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3 Comments

  1. So ganz stimmt das nicht. Es gab schon vorher große Geister

    Yajnavalkya schreibt um 600 v.C. im Shatapatha Brahmana die Erde umkreist die Sonne als Mittelpunkt ihrer Sphären. Seine Abstände von Sonne, Mond und Erde sind sehr genau, seine 365,24 Tage/Jahr (siderisch 366,2564 Tage) bei 13,405 Mondumläufen (12,37 Mondzyklen) weichen wenig ab. Auch der Inder Aryabhata (476–550 n.C.) schlägt den Heliozentrismus vor. Pythagoras (570–510 v.C.), Aristarchos (310-230 v.C.) und Aristotle (384–322 v.C.) lehren den Heliozentrismus, der Grieche Eratosthenes (276–194 v.C.) berechnet 39.690 km als Erdumfang und erstellt aus 6.000 für uns sichtbaren Sternen eine Liste mit 675 Positionen. Das griechische Astrolabium zeigt die Planeten auf Kreisbahnen.

    Apollonius von Perge (262-190 v.C.) erklärt die scheinbare Rückläufigkeit des Mars, Claudius Ptolemäus (180-100 v.C.) löst die Verwirrung per Rechentrick. Der Astronom Hipparchos von Nicäa (190-120 v.C.) berechnet die Kreisbahnen der Planeten der Sonne als antikes Weltbild. Seine Armillarsphäre als Positionsmessgerät ist weit verbreitet, seine Berechnungen erfolgen mittels Chordentafel, ein erster Sternenkatalog hat 900 Positionen, dessen Grundzügen heute bekannt ist. Er erkennt das Taumeln der Fixsterne relativ zur Erdachse im Zyklus von 25.920 Jahren (Präzession), sein berechneter Abstand zum Mond beträgt 384.000 km.

    Dann kam das ignorante All-wissen der Religioten dazu
    Für Thales von Milet (624-545 v.C.), Anaximander von Milet (611-547 v.C.), Anaximenes (585-524 v.C.), Anaxagoras von Klazomenai (499-428 v.C.), Leukipp von Abdera (450-420 v.C.), Lucretius (97–55 v.C.), Lactanius (245–325 n.C.), Cyril von Jerusalem (315–368 n.C.), John Chrysostom (344–408 n.C.), Severian von Gabala (um 408 n.C.) usw. schwimmt die flache Erden auf dem Urmeer unterm gläsernen Firmament, an dem Sonne, Mond und Sternen täglich neu aufgehängt werden (Psalm 104:5, Hiob 9:6, 1.Sam 2:8, Matt 4:8).
    Die Wasser des Himmels darüber sind der Regen, Engel halten die Winde an 4 Ecken, die Kontinente sind wie heute. Die Universität Tübingen negiert den Heliozentrismus von Johannes Kepler (1571-1630 n.C.), für Johannes Calvin (1509–1564 n.C.) ist Gottes Erdenscheibe der Mittelpunkt des Universums, die Irrlehre eines Nicolaus Kopernikus (1473-1543 n.C.) pervertiert jede natürliche Ordnung.

    Der größte Religiot von allen lebt als dementer ga-ga Greis im Vatikan
    Galileo Galilei (1564–1642 n.C.) schlägt das Vatikan Angebot zu seinem Heliozentrismus aus, nach 20 Jahren zwingt man ihn zu widerrufen oder im Kerker zu sterben. Für Papst Ratzinger ist das Urteil “vernünftig und sachlich begründet“, die Universität in Rom lädt ihn schmachvoll vom Galileo Galilei Jubiläum aus. Martin Luther schreibt als Vollidiot über Nikolaus Kopernikus „Dieser Dummkopf möchte die gesamte Kunst der Astronomie verdrehen“. Die RKK Zensur verbietet die Texte des Nikolaus Kopernikus per Index, Leibnitz verdammt Newtons Theorie der Schwerkraft als Unsinn, nur die Bibel enthält die ewige Wahrheit.

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  2. Ohne eine fundamental andere Meinung selber zu vertreten, stoße ich mich ein wenig an dem Satz: „Das, was die Menschen seit jeher geglaubt hatten, war falsch“
    ich würde sagen: „Was die Menschen zu wissen glaubten, war falsch“
    Um den Glauben zu falsifizieren, müssen wir – so denke ich – noch jenen abwarten, der uns in die große Biblithek des Wissens mitnimmt und uns die trübe Brille des Lebens abnimmt 😉 (dazu passend :wp.me/p2AZMk-6u)

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    1. Immanuel Kant meinte schon…nur Mut….“sapere aude“…warte nicht mehr auf Deinen „Godot“…, …….wage es (selbst) vernünftig zu sein…. 😉 😉

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