Evangelikale: Homophob, selbstgerecht, geistig arm?


Bild: welt.de
Homophob, selbstgerecht, geistig arm: Die Evangelikalen sind die Buhmänner unter den Christen. Die Wirklichkeit ist ein bisschen komplizierter.

Von Friederike Gräftaz.de

Die Evangelikalen sind aus unterschiedlichen Gründen in weiten Kreisen unpopulär, und natürlich sind sie selbst schuld daran. Schlecht zu ertragen ist aber die Arroganz, mit der man ihnen begegnet, sei es – diskret – in der Volkskirche, sei es weniger diskret im säkularen Rest. Die Evangelikalen, das sind in den Augen der meinungsbildenden Akademiker und Halbbildungsbürger die Naiven unter den Religiösen, diejenigen, die noch nicht zu den Segnungen der Abstraktion gefunden haben, geistig Arme, die mehr Spektakel brauchen und buntere Bilder.

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2 Comments

  1. Die Evangelikalen als geistiger Bodensatz der Menscheit – zusammen mit die Bombenbastlern des Islams – laufen dann blind jedem großen Zampano hinterher, der ihrem Glauben neue goldene Zeiten verspricht. Die Oberhirten sind für solchen Verlockunge besonders empfänglich

    Im Dritten Reich gibt es 95,2% Christen, 62,7% evangelische und 32,5% katholische. Damit sind alle Mörder, Kriegsverbrecher und KZ-Schergen „liebe gute“ Christen. Bei 10% NSDAP-Mitgliedern sind die Priester bzw. Pfarrer und Lehrer zu 50% Parteigenossen.

    Der evangelische Generalsuperintendent Otto Dibelius schleimt ergebens 1933:
    „Die Kirche „kann und darf den Staat nicht daran hindern, mit harten Maßnahmen Ordnung zu schaffen. Sie werden es erleben, dass das, was jetzt in Deutschland vor sich geht, zu einem Ziele führen wird, für das jeder dankbar sein kann, der deutsches Wesen liebt und ehrt. Die Kirche habe weiterhin aber auch „den Wunsch, das Dritte Reich möge bald so gefestigt sein, dass ´die Gewalt nicht mehr nötig ist.“

    Der evangelische Landesbischof und stramme Parteigenosse August Marahrens gelobt 1936 dem Hitler Regime ewige Treue
    „Wir wiederholen es an dieser Stelle ausdrücklich, dass wir unzählige Male seit dem Anbruch unseres nationalsozialistischen Staates öffentlich und feierlich erklärt haben: daß wir in Opferbereitschaft und Treue für diesen Staat einzutreten bereit sind. Es ist also bis auf diese Stunde die Verdächtigung politischer Unzuverlässigkeit unbegründet und, von wo aus sie auch versucht werden sollte, nachdrücklich und feierlich abzuweisen.“

    Der EKD-Präses Mensing-Braun bescheinigt noch 1960 seinem NSDAP-Parteigenossen Adolf Eichmann eine
    „grundanständige Gesinnung, ein gütiges Herz, große Hilfsbereitschaft, er wäre für ihn nicht vorstellbar, dass Eichmann je zu Grausamkeit oder verbrecherischen Handlungen fähig gewesen wäre“.

    Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933 entspricht Forderungen der Anstaltsleiter der evangelischen Inneren Mission 1931 in der Treysaer Erklärung formuliert. Behinderte, Blinde, Taube, Stumme, Epileptiker, Alkoholiker, Homosexuelle, seelisch Kranke und auch politische Gegner werden als „schwachsinnig“ eingekerkert. Ab 1940 werden die „Schwachsinnigen“ vergast, was bereits auf der Konferenz in Treysa gefordert wird. Karl Todt, Direktor der evangelischen Heilerziehungs- und Pflegeanstalt und andere Diakonie-Leiter feiern das NAZI-Gesetz von 1933 zur Verhütung erbkranken Nachwuchses: „Wie freudig begrüßten wir die rassenpflegerischen Maßnahmen unseres Führers, die der Auftakt sind, die Übel von der Wurzel an zu bekämpfen. So stehen wir zum Dienste bereit, Handlanger zu sein am Bau des Reiches Gottes und am Bau des neuen, des Dritten Reiches“. Die evangelische Pflegerin Pauline Kneissler christlicher Euthanasie in Schloss Grafeneck wählt täglich 70 Patienten zur Vergasung aus. Sie rechtfertigt sich als frommer Christ weil der „Tod durch Gas nicht wehtut“.

    Die evangelischen Landeskirchen erklären 1941:
    „Als Glieder der deutschen Volksgemeinschaft stehen die unterzeichneten deutschen Evangelischen Landeskirchen und Kirchenleiter in der Front dieses historischen Abwehrkampfes, der u.a. die Reichspolizeiordnung über die Kennzeichnung der Juden als der geborenen Welt- und Reichsfeinde notwendig gemacht hat, wie schon Dr. Martin Luther nach bitteren Erfahrungen die Forderung erhob, schärfste Maßnahmen gegen die Juden zu ergreifen und sie aus deutschen Landen auszuweisen.“

    Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933 entspricht Forderungen der Anstaltsleiter der evangelischen Inneren Mission 1931 in der Treysaer Erklärung formuliert. Behinderte, Blinde, Taube, Stumme, Epileptiker, Alkoholiker, Homosexuelle, seelisch Kranke und auch politische Gegner werden als „schwachsinnig“ eingekerkert. Ab 1940 werden die „Schwachsinnigen“ vergast, was bereits auf der Konferenz in Treysa gefordert wird. Karl Todt, Direktor der evangelischen Heilerziehungs- und Pflegeanstalt und andere Diakonie-Leiter feiern das NAZI-Gesetz von 1933 zur Verhütung erbkranken Nachwuchses:
    „Wie freudig begrüßten wir die rassenpflegerischen Maßnahmen unseres Führers, die der Auftakt sind, die Übel von der Wurzel an zu bekämpfen. So stehen wir zum Dienste bereit, Handlanger zu sein am Bau des Reiches Gottes und am Bau des neuen, des Dritten Reiches“.

    Die evangelische Pflegerin Pauline Kneissler christlicher Euthanasie in Schloss Grafeneck wählt täglich 70 Patienten zur Vergasung aus. Sie rechtfertigt sich als frommer Christ weil der „Tod durch Gas nicht wehtut“.

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