Sieben Fakten über die Pille danach


pille_danachDer Bundestag hat die Diskussion darüber, ob die Pille danach in Deutschland zukünftig ohne Rezept erhältlich sein soll, an den Ausschuss für Gesundheit und zur Mitberatung an den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend überwiesen. Die wichtigsten Fakten zu dem Notfallverhütungsmittel und den Streit um die Rezeptpflicht.

Von Anna KlingerSpektrum.de

Was ist die Pille danach?

Bei der Pille danach (PiDaNa®) handelt es sich um ein hormonelles Verhütungsmittel für die Frau. Es wird zur Notfallverhütung nach dem Geschlechtsverkehr eingesetzt, wenn andere Methoden (wie die Antibaby-Pille oder Kondome) versagt haben oder vergessen wurden. Bislang ist die Pille danach in Deutschland nur nach ärztlicher Beratung mit einem Rezept erhältlich. Im Jahr 2013 wurde sie nach Angaben des Bundesministerium für Gesundheit etwa 200 000 Mal verschrieben.

Wie wirkt die Pille danach?

Der Wirkstoff der PiDaNa® ist das synthetisch hergestellte Hormon Levonorgestrel. Es gehört zu den Gestagenen, einer Gruppe weiblicher Geschlechtshormone. Es ist auch Bestandteil der präventiven Antibaby-Pille. Der genaue Wirkungsmechanismus des Präparats ist noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist jedoch, dass Levonorgestrel den Eisprung verhindert, indem es die Ausschüttung eines anderen, den Eisprung auslösenden Hormons hemmt. Die Pille danach wirkt daher am zuverlässigsten, wenn im weiblichen Zyklus der Eisprung noch nicht erfolgt ist.

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