Peter Maffay und der Aufschrei der Katholiban


Peter Maffay, Bild: wikimedia.org
Peter Maffay wurde vom Essener Bistumsmagazin Bene interviewt. Die dort von ihm verkündeten Lebenseinstellungen und Weltsichten führen auf kath.net zu katholischer Kritik, sowohl gegen Maffay selbst als auch gegen das Bistumsmagazin.

Die Zugehörigkeit zu einer Konfession

Peter Maffay:

„ist für mich mehr als zweitrangig. Die Festlegung auf eben diese Zugehörigkeit, evangelisch, protestantisch, katholisch, buddhistisch bedeutet mir gar nichts, weil es an der Instanz nichts ändert. Und weil ich natürlich auch ablehne, wenn einer für sich den besseren Gott beansprucht. Das ist, glaube ich, nicht gottgewollt. So hat er uns die Aufgabe nicht gestellt.“

Deutliche Worte, in ihrer Betonung nicht zu überhören. Petra Lorleberg, die Autorin der Kritik auf kath.net hätte nun anderes erwartet.

kath.net:

Das Interview erschien unter dem Titel „Glauben Sie an Gott, Herr Maffay?“. Ein solcher Titel in einer offiziellen Bistumszeitschrift erweckt im Leser die Erwartung, christliches Gedanken- und Glaubensgut präsentiert zu bekommen, wenn schon nicht in breiter Fülle, dann doch wenigstens in einiger Verdünnung. Diese Erwartung wird grundlegend enttäuscht.

Aha, nun outet sich Maffay als einer, den Glauben nicht primär berührt und schon wird der Mensch uninteressant. Der Mensch Maffay, der als Ausländer nach Deutschland kam und dem das Anderssein oft genug zu verstehen gegeben wurde, bis hin zur medialen Ignoranz seiner Musik enttäuscht, weil er nicht gottesfürchtig ist.

Lorleberg geht noch weiter.

Petra Lorleberg

Maffay erläuterte im Interview – ohne jegliche Korrektur durch den Interviewer – seine private Sicht auf Glaube, Kirche und Religion[…]

Der Interviewer hätte nach ihrer Meinung also Maffay korrigieren müssen, gottgewollt und vor allem gottesfürchtig. Seine private(sic) Sicht auf Glaube, Kirche und Religion, danach befragt, interessiert Lorleberg nicht, der Strohmann den sie gebaut hat steckt nicht nur in den Augen sondern blockiert ihr Denksystem.

Maffay persönlicher Glaube interessiert nicht, Lorleberg verlangt institutionalisierte Gottesgläubigkeit, alles andere ist ihr suspekt. Christen müssen in die Kirche gehen, dort wird man aber so wenig Christ, wie man Auto wird, wenn man in eine Garage geht.

Peter Maffay:

„An Gott glaube ich. Aber oft nicht an sein Bodenpersonal, das laufend, wie man ja aus der Presse entnehmen kann, auch heute noch Mist baut, das in den vergangenen Jahrhunderten Menschen unterjocht, Missbrauch betrieben, Elend erzeugt und Kriege heraufbeschworen hat. Das haben die Menschen gemacht. Das hat nicht der liebe Gott gemacht.“

Maffays persönlicher Glaube an einen Gott sei ihm unbenommen. Lorleberg stört sich weiterhin daran, dass im Interview noch nicht einmal das Wort Christ vorgekommen sei. Lorleberg wirkt gegen den 65jährigen Maffay wie eine Schranze vom Katholischen Frauenbund, Kreissäge aufm Kopf und bis zur Unterlippe zugeknöpft, die Frage, ob sie etwas von Rockmusik versteht, getraut man sich dann gar nicht mehr zu stellen. So schreibt die Anti-Mission der Evangelisierungskampagne des Papstes. Wer dann noch katholisch wird, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

2 Gedanken zu “Peter Maffay und der Aufschrei der Katholiban

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