Climate Engineering: Gefährlich und ineffektiv


David Keller von GEOMAR hat die Potenziale und Nebenwirkungen verschiedener Climate-Engineering-Ideen überprüft. (Foto: Rita Erven/Kiel Earth Institute)
Großtechnische Ansätze zur Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels, genannt Geo- oder Climate-Engineering, sind nicht besonders effektiv und bringen erstaunliche Nebenwirkungen mit sich.

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In einer Computersimulation haben Forscher des GEOMAR Hemholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel fünf Ansätze verglichen, die in der Diskussion immer wieder auftauchen: das Abschirmen von Sonnenstrahlung in der Atmosphäre, die Aufforstung großer Wüstengebiete in Nordafrika und Australien und drei verschiedene Techniken, mit denen Kohlendioxid im Ozean gebunden werden soll. Die Studie erscheint in der Fachzeitschrift Nature Communications.

Insgesamt haben die Technologien der Studie zufolge einen relativ kleines Potenzial, die Erwärmung zu reduzieren. Die globale Temperatur langfristig abzusenken, sei nur mit der Abschirm-Methode möglich. Die Aufforstung der Sahara und des australischen Outbacks würden hingegen sogar für eine Erwärmung sorgen: „Die Wälder absorbierten zwar Kohlendioxid aus der Atmosphäre, dafür wurde die Erdoberfläche aber dunkler und konnte mehr Wärme speichern“, erklärt Studienatuor David Keller.

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