„750.000 Pädophile sind weltweit pro Sekunde online“


Bild: WAZ
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Fernsehen, Zeitschriften und Radio behandeln das Thema Pädophilie oft ohne ausreichend Hintergrundwissen
Die Diskussion, welche Bilder von Kindern und Jugendlichen bestraft werden sollen und welche nicht, wird momentan in fast allen deutschen Medien geführt. Auffallend ist, dass viele, die sich medial gepuscht zu Wort melden, über kaum Hintergrundwissen verfügen und letztendlich lediglich die Rolle der Empörten spielen dürfen. Doch auch viele derjenigen, die Interviews führen oder Talkshows moderieren, lassen jegliche Hoffnung auf eine auf Fakten ausgerichtete Diskussion verblassen.

Von (Twister)Bettina HammerTELEPOLIS

Zahlen, Zahlen, Zahlen … egal wie sinnlos sie auch sind

Die Zahlen zum angeblichen Milliardenmarkt Kinderpornographie sind seit den ersten Berichten zum Thema in diversen Artikeln zu finden und bleiben im kollektiven Gedächtnis verankert, ohne dass sie von großen Medien hinterfragt werden. Diese Aufgabe übernehmen seit Jahren Blogger wie beispielsweise Alvar Freude. In einem aktuellen Artikel legt er dar, wie die Zahlen entstehen, die nicht nur von den Medien, sondern auch von der Politik einfach übernommen werden.

Dabei überlassen es viele Zeitungen und Sendungen den Lesern, sich um Quellen für Zahlen und Daten zu kümmern. Vage wird von „Interpol-Schätzungen“ gesprochen und sich nicht weiter darum bemüht, Zahlen selbst zu recherchieren, anstatt sie einfach abzuschreiben. An dem Beispiel, das Alvar Freude dazu anführt, zeigt sich, wie erfundene Zahlen durch Abschreiben, Erwähnen und Weitergeben zu einer Tatsache umgedeutet werden, die ab einem gewissen Moment unwidersprochen vorausgesetzt wird.

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