Der Mann, der über Gläubige hinweg stieg


meisner_400qEr ist nicht tot, sondern nur nicht mehr Erzbischof von Köln. Doch der Abgang des erzkonservativen Joachim Meisner markiert einen tiefen Einschnitt für die katholische Kirche.

Von Frank Ochmannstern.de

Die deutsche Kirche verliert mit Joachim Meisner eine ihrer mächtigsten Führungsfiguren, und auch weltweit wird das Fehlen des gebürtigen Breslauers zweifellos zu spüren sein. Denn das „heilige Köln“ mit Wurzeln bis in die christliche Frühzeit ist nicht Sitz irgendeines Bistums, sondern eines der bedeutendsten überhaupt – zum Beispiel wegen seines enormen finanziellen Vermögens, auf das auch der Vatikan nicht verzichten kann. Zudem war und ist Joachim Meisner ein enger Freund des inzwischen ebenfalls emeritierten Bischofs von Rom, Papst Benedikt XVI. Dass Meisner auf den Tag genau ein Jahr nach Joseph Ratzinger seinen Bischofssitz abgibt, hat selbst dann symbolische Bedeutung, wenn es ein terminlicher Zufall sein sollte. Doch über den pflegte der frühere Mainzer Kardinal Hermann Volk zu sagen: „Einen Zufall gibt es nur bei der Kellertür.“

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